Beschwerden von Anwohnern

Wilde Nächte am Gärtnerplatz: Diese beiden Maßnahmen will die CSU jetzt durchsetzen

Jugendliche und junge Erwachsene genießen den Abend am Münchner Gärtnerplatz.
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Menschenansammlung nach Sonnenuntergang: Auf dem Gärtnerplatz wird ausgiebig gefeiert.

Abend für Abend und auch in so mancher Nacht feiert Münchens Jugend ausgelassen am Gärtnerplatz. Zum Leidwesen der Anwohner. Die CSU stellt nun Forderungen, die auch dem Partyvolk zugute kommen würden.

  • Der Gärtnerplatz wird wegen der geschlossenen Discos in der Corona-Krise zum Party-Hotspot.
  • Daran haben besonders die Anwohner zu knabbern.
  • Die CSU stellt mehrere Forderungen, um zumindest für mehr Sauberkeit zu sorgen.

München - Der Gärtnerplatz beschäftigt weiterhin die Politik. Weil hier in der Isarvorstadt immer wieder bis spät in die Nacht gefeiert wird, hatten sich Beschwerden der Anwohner gehäuft. Der Stadtrat entschied, den Kommunalen Außendienst mindestens bis Ende September täglich ab 21.30 Uhr bis Mitternacht, von Donnerstag bis Samstag sogar bis 6 Uhr patrouillieren zu lassen. Das geschah auf Antrag der CSU, die nun allerdings noch mehr zum Schutz der Anwohner investieren will.

In einem Antragspaket fordert die Union unter anderem acht mobile Toiletten mit Handwaschbecken. Ferner soll die städtische Reinigung konsequent ab 7 Uhr saubermachen. Der Stadtrat soll an diesem Dienstag entscheiden, außerdem wünscht sich die CSU einen Bericht des Kreisverwaltungsreferats über die Situation.

Mehrmals musste die Polizei in München wegen lautstarken Partys ausrücken - unter anderem am Gärtnerplatz. Mindesabstände wurden nicht eingehalten.

München: Party-Hotspot Gärtnerplatz - CSU sieht „Handlungs- und Optimierungsbedarf“

CSU-Chef Manuel Pretzl sagt: „Uns ist bewusst, dass die Beteiligten der Verwaltung ihr Möglichstes tun, um den Anwohnern und den Feiernden gerecht zu werden. Trotzdem besteht noch Handlungs- und Optimierungsbedarf.“ Pretzl appelliert an jeden Einzelnen, dass man achtsam, rücksichts- und verständnisvoll miteinander umgehen müsse.

Der Fraktionsvize der CSU, Hans Theiss, sagt: „Natürlich müssen junge Menschen im Freien feiern können. Erst recht in heißen Sommernächten und zu Corona-Zeiten. Aber bei massiv verunreinigten Hauseingängen und Kellern sowie schlaflosen Nächten der Anwohner hört irgendwann der Spaß auf.“

Der CSU-Stadtrat kritisiert in dem Zusammenhang die Stadtspitze: „Grün-Rot versucht sich hier wegzuducken, um ja nicht als Spielverderber dazustehen. Verantwortung tragen bedeutet aber auch, Flagge zu zeigen und die Sorgen der Anwohner ernst zu nehmen.“ (ska)

Während sich das Coronavirus auch in München immer weiter ausbreitet, sind Wirte an den Hotspots der Stadt alarmiert. Auch die Polizei will verstärkt Präsenz zeigen.

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