Prozess um Messer-Angriff

Horror vor Disco: Gruppe schlägt auf „Neuraum“-Besucher ein - plötzlich sticht einer zu

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Auf der Anklagebank (v.l.): Tobias R., Ardit H., Petrit R. und Maschal D. 

Ziemlich genau ein Jahr nach dem blutigen Streit am ZOB vor der Disco Neuraum sitzen jetzt vier junge Burschen auf der Anklagebank. Mit einem Messer soll Petrit R. (18) auf einen Mann (31) aus Schongau eingestochen haben.

München - Ihm legt die Staatsanwaltschaft versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung zur Last. Maschal D. (21) und Ardit H. (20) sollen auf das Opfer eingeschlagen haben. Tobias R. (25) wird unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Über ihre Verteidiger ließen die Angeklagten verlesen, dass sie sich bei ihrem Opfer entschuldigen wollen. Was passiert ist, tue ihnen leid.

Nach der Tat suchte die Polizei auf den Gleisen vor der Disco nach einem Messer

Die Auseinandersetzung fing am 23. Juli 2017 kurz vor zwei Uhr unter einem der Schirme vor dem Neuraum an. Das spätere Opfer stand dort mit einer Bekannten, um auf eine weitere Begleiterin zu warten. Petrit R. soll laut Anklage die Bekannte des 31-Jährigen, begleitet von einer obszönen Beleidigung, zur Seite geschoben haben. Er und seine Spezln wollten bei strömendem Regen ebenfalls unter den Schirm. Ein Wort gab das andere – und man fand heraus, dass einige der Beteiligten Kampfsport betreiben. Gemeinsam gingen das spätere Opfer und die Jugendlichen zum Parkplatz. Auf dem Weg dorthin soll der 18-Jährige das Messer gezückt haben. Zwei Messerstiche im Brustbereich soll das Opfer abbekommen haben, laut Anklage bestand Lebensgefahr. Der 31-Jährige wurde sofort notoperiert. Das Quartett flüchtete zunächst, wurde aber in den Tagen darauf festgenommen.

Lesen Se auch den Bericht von den Ermittlungen 2017:  Messer-Attacke am Neuraum: Vierter Tatverdächtiger gefasst 

Petrit R.s Anwalt Adam Ahmed erklärte im Namen seines Mandanten, sein Mitleid gelte dem Opfer. Er bereue es, den Mann verletzt zu haben und weggelaufen zu sein. Er habe das Opfer nur einschüchtern wollen. Der 18-Jährige wolle einen Täter-Opfer-Ausgleich herbeiführen.

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