Tödliche Messerattacke im Jahr 2013

Acht Jahre nach Isar-Mord: Plötzlich neuer Hinweis zum Täter - Polizei hat ihn bereits gepüft

Blumen an der Ehrhardtstraße: Hier wurde Domenico L. (†31) am 28. Mai 2013 erstochen.
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Blumen an der Ehrhardtstraße: Hier wurde Domenico L. (†31) am 28. Mai 2013 erstochen.

Acht Jahre nach der schrecklichen Tat ist der Isar-Mord weiter ungeklärt. Auch eine geheimnisvolle Nachricht verhilft den Ermittlern nicht zum Durchbruch.

Update vom 6. Oktober, 12.44 Uhr: Die Suche nach dem Mörder von Domenico L. geht weiter. Auf Anfrage der Abendzeitung hat die Münchner Polizei erklärt, bereits seit einigen Monaten Kenntnis über den rätselhaften Mail-Hinweis an die Geschwister des Verstorbenen (siehe Ursprungsmeldung) zu haben.

Man sei der Sache nachgegangen und habe den Mann überprüft. Nach aktuellem Ermittlungsstand scheide er als Täter jedoch aus, hieß es.

Isar-Mord in München weiter ungeklärt: Mysteriöse E-Mail mit Hinweis zum Täter?

Ursprungsmeldung:

München - Es war ein Verbrechen, das die gesamte Stadt schockiert hat. Am 28. Mai 2013 wurde der Ingenieur Domenico L. (31) an der Erhardtstraße von einem unbekannten Mann erstochen. Acht Jahre später ist die Tat immer noch ungeklärt - obwohl über 1000 Hinweise bei der Münchner Polizei eingegangen sind. Auch Speicheltests hatten nicht zum Durchbruch geführt.

Ein unbekannter Mann hatte L. an jenem Isar-Abend kaltblütig erstochen, als der seine Verlobte verteidigen wollte. Der spätere Täter hatte sie zuvor angespuckt, Domenico wollte die Situation klären. Plötzlich rammte der Unbekannte ihm ein Messer ins Herz. Der junge Italiener starb im Krankenhaus.

Für Domenicos Familie kaum auszuhalten, dass der Täter immer noch frei herumläuft. Zeugen wollen gesehen haben, dass es ein Mann im Mantel war, der den jungen Italiener folgenschwer attackiert hatte. Ähnliches lässt eine mysteriöse E-Mail erahnen, die Domenicos Geschwister nun erhalten haben. In der Sendung „Achtung Fahndung“ von Bild TV haben sie darüber gesprochen.

Neue Spur zu ungeklärtem Mordfall in München? „Täter soll sauer abgehauen sein“

In der Nachricht stehe, dass der Täter ehemaliges Mitglied einer Metal-Band sein soll. Am betreffenden Abend soll er sich mit seinen Kollegen gezofft haben und infolgedessen aus der Band geflogen sein. „Der Täter soll sauer abgehauen sein“, zitiert Domenicos Bruder aus der E-Mail. Tatsächlich hat in München* am 28. Mai 2013 ein Heavy-Metal-Konzert stattgefunden - gar nicht weit entfernt von der Erhardstraße. Wer die geheimnisvolle Nachricht abgeschickt hat, ist unbekannt. Ob sie nun den entscheidenden Hinweis bringt, ebenfalls.

Ermittler wissen, dass der Gesuchte mit hoher Wahrscheinlichkeit braune Augen hat und hellbraune bis braune Haare. Unter anderem diese Erkenntnisse hatte eine DNA-Analyse zutage gefördert. Die Untersuchung war möglich, weil der Täter sich bei seinem Angriff selbst mit dem Messer verletzt hatte. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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