Schreiben an OB

Wilde Corona-Partys vor Haustür - verzweifelte Münchnerin (10) setzt Hilferuf ab: „Hallo Herr Reiter“

Eine Frau steht vor einem Glascontainer in München.
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Ausgelassene Corona-Partys prägen den Münchner Sommer im Jahr 2020. Auch reichlich Glasmüll sammelt sich an.

Es ist kein gewöhnlicher Sommer in München. Während der Corona-Pandemie verlagern sich nächtliche Aktivitäten zumeist in den öffentlichen Raum. Eine junge Anwohnerin schlägt jetzt Alarm.

  • Der Gärtnerplatz gilt als Hotspot für „Corona-Partys“.
  • Doch auch in anderen Bereichen von München klagen Anwohner wiederholt über „Zustände wie am Ballermann“.
  • In einem Brief an OB Reiter bittet nun eine junge Betroffene (10) um Hilfe.

München - Corona-Partys in der Thalkirchner Straße lassen die Anwohner zunehmend verzweifeln. Jetzt geht sogar eine Zehnjährige auf die Barrikaden. In einem emotionalen Brief an Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die junge Betroffene ihr Leid geklagt.

München: Corona-Partys lassen Anwohner verzweifeln - Mädchen schreibt Brief an OB Reiter

Ihre Tochter schlafe jetzt schon im Flur, berichtet die Mutter der Zehnjährigen gegenüber hallo-muenchen.de*. Im Kinderzimmer, das zur Thalkirchner Straße hingeht, sei es einfach zu laut. Vor allem junge Leute würden dort immer wieder für „Ballermann-Atmosphäre“ sorgen. Die nachfolgende Schilderung dürften auch geplagten Gärtnerplatz-Anrainern bekannt vorkommen.

Denn der andauernde Lärm ist das Thema, das im Hilferuf der jungen Anwohnerin gleich zur Sprache kommt. „Hallo Herr Reiter“, beginnt die Zehnjährige ihr Schreiben ordnungsgemäß, um dann schnell auf den Kern der Sache zu kommen: „Am Dienstag war es so laut, dass wir um 11 Uhr abends wieder die Polizei riefen“. Ihre Mutter habe sogar eine Anzeige erstattet.

Corona-Partys in München: Bitte an OB Reiter - „Sehr nett, wenn sie etwas machen könnten“

Ob der OB da nicht seine Position nutzen könne? Die Ansage des geplagten Mädchens: „Der Lärm ist echt unerträglich. Ich fände es sehr nett, wenn Sie etwas machen könnten“.

Viele Anwohner der Thalkirchner Straße fühlen sich im Stich gelassen, auch im Bezirksausschuss (BA) war die Party-Problematik bereits Thema. „Ab und zu halten sich dort Feiernde auf. Es handelt sich aber um keinen Hotspot“, entkräftet ein Polizeisprecher die Vorwürfe auf Anfrage.

Anwohner kämpfen gegen Partymeile auf der Thalkirchner Straße

Im Corona-Sommer sollte dann auch noch der anliegende Stephansplatz mit einer abendlichen Kulturbühne bespielt werden, die entsetzte Nachbarschaft schlug Alarm. Die gesamte Geschichte zur Partymeile in der Isarvorstadt lesen Sie bei hallo-muenchen.de*.

Den Münchner Tierpark bringt die Corona-Krise in arge Existenznöte. Jetzt hat sich offenbar eine neue Entwicklung ergeben, auf die der Hellabrunn-Chef emotional reagiert. (lks)*hallo-muenchen.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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