Glückliche Fügung

„Es passt perfekt“: Münchner Promi-Treff feiert Blitz-Comeback - nur Corona sorgt für kleinen Wermutstropfen

Roger Baranda (li.) und Roland Dimpfl im neuen „Makassar“.
+
Roger Baranda (li.) und Roland Dimpfl freuen sich über die Wiedereröffnung.

Französisch-kreolische Küche, Promi-Publikum und dieses ganz spezielle Ambiente: Dafür steht das „Makassar“ – am Dienstag feiert das Lokal Wiederauferstehung.

  • Nach kurzer Pause kehrt das Kult-Lokal „Makassar“ nach München zurück.
  • Die Betreiber bleiben im Viertel und freuen sich auf die Wiedereröffnung.
  • Aufgrund der Corona-Pandemie muss ein erhoffter Termin ausfallen.

München - Wir erinnern uns: Im Mai 2019 gaben Roland Dimpfl und Roger Baranda nach 29 Jahren einen tränenreich Abschied von ihrem „Makassar“ in der Dreimühlenstraße, wo auch Stars wie Brad Pitt, Lang Lang oder Samuel L. Jackson ein- und ausgingen. „Wir brauchten einfach Pause, wollten reisen“, sagt Baranda, der Ende der 70er-Jahre Küchen-Chef auf Jacques Cousteaus Expeditionsschiff Calypso war und später in Gunter Sachs’ „Dracula Club“ zu St. Moritz kochte.

München: Kult-Lokal „Makassar“ kehrt zurück - „Tolle Fläche mit großzügiger Küche“

Doch nach einem halben Jahr kehrten Dimpfl und Baranda zurück ins Dreimühlenviertel – und erfuhren, dass Shane und Barbara McMahon ihr Restaurant im Derag Living Hotel in der benachbarten Geyerstraße gegen das „Asam Schlössl“ eintauschen. Der Derag-Chef war ein alter Stammgast im Makassar, schnell wurde man sich einig.

In diesem Gastraum wollen die Betreiber künftig ihre Gäste empfangen.

„Es passt perfekt. Wir bleiben im Viertel, haben eine tolle Fläche mit großzügiger Küche, einen Top-Vermieter und endlich eine Terrasse“, sagt Dimpfl. Nicht nur vorne, sondern vor allem hinter dem Restaurant – ein Patio (Innenhof) mit südländischem Flair der als Lounge wie auch Restaurant genutzt werden soll.

Promi-Treff feiert Wiederauferstehung in München - Corona sorgt für Wermutstropfen

Drinnen haben sie versucht, das Ambiente des Ur-„Makassar“ in die neue Heimat zu transportieren: gemütlich, mit viel Natur-Materialien, Holz, Stoffe. Fernweh-Atmosphäre gemixt mit Kolonial-Stil und Wiedererkennungs-Elementen für die Stammgäste, die das Wirte-Paar seit 29 Jahren begleiten: so wie der geschnitzte Affe über der Bar, Cousteaus Zeugnis, die von Baranda selbst gemalten Bilder im Gauguin-Stil oder die bei den Gästen so beliebte Sitzbank am Tresen. Für den haben sich die Gastronomen vom Bar-Design des weltberühmten Mamounia-Hotels Marrakesch inspirieren lassen. 

Auch die Speisekarte bleibt weitestgehend unverändert: die Klassiker wie das Tartare de Boeuf (22 Euro), die passierte Fischsuppe Marseiller Art (9,50 Euro) oder die Artischocken. Das neue „Makassar“ ist größer, hat nun auch einen Nebenraum. Was der Umbau gekostet hat, das bleibt ein Geheimnis der Wirte. „Wir freuen uns unglaublich auf unsere Gäste am Dienstag“, sagt Baranda. Eine Eröffnungsfeier wird es wegen Corona aber nicht geben. (Thomas Osswald)

Auch interessant

Kommentare