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„Tollwood is a good Festival“: Midnight Oil zu Gast in München

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Midnight Oil zu Gast auf dem Tollwood-Festival in München.

Würden die Macher des Münchner Tollwood-Festivals eine eigene Band gründen, würde Midnight Oil herauskommen.

München - Beide haben vieles gemeinsam: klare Aussagen und aktiv in Sachen Umwelt- und Klimaschutz, Einsatz für Menschenrechte, unglaubliche Präsenz trotz dreier Jahrzehnte im Geschäft und jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Beide lösen bei den Besuchern Gänsehautmomente, gute Laune, aber auch Momente des Nachdenkens aus. „Tollwood is a good Festival“: Diesen Satz sagt Peter Garrett mehrmals am Dienstagabend in der nicht ganz ausverkauften Musikarena. Ein gutes Festival, weil es auf Nachhaltigkeit setzt. 

Das lobt auch schon das deutsche Singer-/Songwriter-Urgestein Wolf Maahn, der im Vorprogramm seine Songs in akustischen Versionen spielt. Tollwood feiert in diesem Jahr seinen 31. Geburtstag. Vor 32 Jahren, 1987, erschien das Album „Diesel and Dust“. Jenes Werk von Midnight Oil, das mit „The Dead Heart“ und „Beds Are Burning“ unsterblich ist. Auch wenn letzterer Song, ohne groß auf dessen Botschaft zu achten, gerne zu Partyzwecken missbraucht wird. Politische, mahnende, im Nachhinein gar prophetisch wirkende Texte und markiger rockiger Gitarrensound – das sind die „Oils“ aus Australien, die sich 1976 gegründet haben und nun, gut 15 Jahre nach der Auflösung, wieder in Originalbesetzung auf Tour sind. 

Als ob es 1987 wäre, singt und gestikuliert der charismatische Frontmann Peter Garrett (mittlerweile 66 Jahre) knapp zwei Stunden auf der Bühne energiegeladen und Energie versprühend. Immer noch bewegt er seinen schlaksigen Körper eigenartig ungelenk und kraftvoll zugleich – die Fans lassen sich vom ersten Song an („The Dead Heart“) anstecken von der puren Energie. Ein intensives Erlebnis für Körper und Geist – so, wie es auch das Tollwood ist.

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