Riesen-Razzia der Polizei

Kampf gegen Drogen und Prostitution: Großeinsatz im Bahnhofsviertel

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Einsatz am Hauptbahnhof: Die Polizisten traten zur großen Razzia an.

Am Donnerstag war großer Razzia-Tag im Bahnhofsviertel. Die Polizei ging gegen Alkoholmissbrauch, Drogen, Bettlerbanden und Prostitution vor.

München - Konzentriert schnüffelt Zimbo in den Büschen und Sträuchern des Alten Botanischen Gartens. Der Schäferhund (2) sucht mit seinem Hundeführer Edrin Spahic nach Betäubungsmitteln, die dort versteckt worden sein könnten. Denn wenn die Polizei kontrolliert, werfen viele Drogenkonsumenten ihren Stoff oft ins Gebüsch. Und verstärkt kontrolliert wird im Bahnhofsviertel seit Monaten. Nach der Mega-Aktion im November waren am Donnerstag zum zweiten Mal Dutzende Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei, Zoll und Gewerbeaufsicht an den neuralgischen Punkten unterwegs.

Die Polizei will zeigen, dass sie am Ball bleibt und sich nicht auf den erfreulichen Zahlen ausruht. Denn die Straftaten im Bahnhofsviertel sind zurückgegangen. Ohne ausländerrechtliche Verstöße registrierte das Präsidium 2017 einen Rückgang von 15,4 Prozent. „Wir wollen, dass der Zustand nicht wieder schlechter wird“, so Polizeisprecher Benjamin Castro Tellez.

Razzia im Münchner Bahnhofsviertel: Polizei im Großeinsatz

Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution. 
Razzia-Tag im Bahnhofsviertel: Die Polizisten durchsuchen die Taschen von Obdachlose, und überprüften Personalien und die Inhalte von Mülleimern. Es ging um Drogen, Bettlerbanden und Prostitution.  © Oliver Bodmer

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Subjektives Sicherheitsgefühl der Menschen wichtig

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt auch Fritz Wickenhäuser, Vorsitzender des Vereins Südliches Bahnhofsviertel. Dabei gehe es auch um das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen. Die Präsenz der Polizei trage viel dazu bei. Doch nicht nur die Straftaten gehen deutlich zurück, auch das Erscheinungsbild ist freundlicher, sauberer geworden. Seit Januar ist der Reinigungsdienst am Hauptbahnhof doppelt so oft unterwegs, an den Ein- und Ausgängen hängen neue Schilder, die Baustelle am Haupteingang ist verschwunden.

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Wegen der Kontrollen und dem Alkoholverbot am Hauptbahnhof suchen sich manche jetzt neue Plätze. Obdachlose und Suchtkranke zieht es zum Beispiel an den Königsplatz...

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Lagebesprechung der Polizei

Die gute Zusammenarbeit der Bundes- und Landespolizei zeigt sich auch am Hauptbahnhof. Die Kontrollen, die von 7 Uhr morgens bis spät in die Nacht gingen, waren den Tageszeiten angepasst. So standen in der Früh Schwarzarbeiter, später die Drogenszene, Obdachlose und Bettler und abends das Rotlichtmilieu im Fokus der Beamten.

Donnerstag in der Früh: Polizisten bei der Lagebesprechung auf dem Parkplatz vor dem Hauptbahnhof.

Null Toleranz gegen Alkohol

Der Schwammerl am Hauptbahnhof war ein Sammelplatz für Trinker und Drogenabhängige. Seit dem 21. Januar 2017 gilt dort das nächtliche Alkoholverbot. Somit ist die sogenannte „Stammsteherszene“, die Pendler und Reisende oft verunsicherte, kleiner geworden. Zu beobachten ist, dass seit dem Alkoholverbot am Hauptbahnhof Suchtkranke verstärkt am Königsplatz anzutreffen sind.

Was sich da wohl anfindet? Die Beamten checken auch die Mülleimer.

Null Toleranz gegen Bettlerbanden

Auch Bettler und Schwarzarbeiter beeinträchtigen das subjektive Sicherheitsgefühl der Touristen und Pendler rund um den Hauptbahnhof, vor allem, wenn sie Gehwege blockieren. Deshalb kontrollieren die Beamten auch diese Gruppen immer wieder. Sie wollen vor allem wissen, mit welcher Klientel sie es zu tun haben.

Null Toleranz gegen Drogen

Der Alte Botanische Garten und der Nußbaumpark sind beliebte Treffpunkte für Drogenkonsumenten und Dealer. Die Polizei will durch verstärkte Kontrollen das Verfestigen der Szene verhindern.

Hund im Einsatz: Zimbo sucht mit Hundeführer Edrin Spahic nach Betäubungsmitteln.

Null Toleranz gegen illegale Prostitution

Vor allem zur Wiesnzeit boomt das Geschäft mit der illegalen Prostitution im Bahnhofsviertel, doch auch vor und nach dem Oktoberfest beglücken käufliche Damen in versteckten Zimmern und in manchem Hinterhof immer wieder ihre Freier. Im Sperrbezirk ist das freilich komplett verboten. Deshalb sah die Polizei gestern bei der Kontrollaktion auch im Rotlichtmilieu besonders genau hin.

Null Toleranz gegen Saubären

Überquellende Mülleimer, Zigarettenkippen und Bierflaschen sind für die „Visitenkarte Münchens“ (Fritz Wickenhäuser, Vorsitzender des Vereins Südliches Bahnhofsviertel) kein gutes Aushängeschild. Deshalb fährt der Reinigungsdienst der Stadt doppelt so oft durch die Straßen des Bahnhofsviertels. Auch im Bahnhof wird häufiger gereinigt - mit Erfolg. Der Boden und die Eingangsbereiche des Bahnhofs wirken sauberer als bei der letzten Kontrolle.

Unterwegs für eine saubere Stadt: Der Reinigungsdienst fährt im Bahnhofsviertel doppelte Touren.

S. Wegele

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Kommentare

Bernhard Orthuber
(0)(0)

.... und was bringt das Ganze? - rein gar nichts! ... die Bettler sind alle wieder an gleicher Ort und Stelle - die Drogendealer schert das ein müdes lächeln ein, werden zwar erfasst und stehen zwei Stunden später wieder am Bhf ... die Prostituierten gehen weiter auf der Straße spazieren... usw ... Das schlimmste am ganzen ist, das die mit Überstunden gequälten Polizisten zuschauen müssen wie die Richter und Staatsanwälte die ganzen aufgelaufenen Verfahren eh wieder einstellen ... und was wird damit erreicht?: Die Statistik sieht besser aus, die eh schon überbelegten Knäste werden entlastet und der Reiter schreit weiter durch die Gegend, wie sicher und Bunt doch unser München ist ...

Pfiffy
(0)(0)

Also mein subjektives Sicherheitsgefühl ist in der Hbf-Gegend noch nicht wirklich gestiegen. Außerdem sollen sie die Bettler nicht nur kontrollieren, sondern einkasteln!

Kloaner
(0)(0)

Was ist eigentlich mit dem Sicherheitsgefühl der Münchner?.? Die zahlen hier Monat für Monat Steuern... was interesieren mich da die Touristen und Pendler