Rottweiler-Attacke in München

Schock-Video: Hier wird Rottweiler Pascha am Hauptbahnhof erschossen

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Szenen aus dem Video. Links: Hier scheint sich die Situation noch zu beruhigen. Rechts: Wenige Augenblicke zuvor wurde der Hund erschossen. 

Im Netz ist ein Schock-Video aufgetaucht, das die tödlichen Schüsse auf Rottweiler Pascha am Hauptbahnhof in München zeigt. Hier sehen Sie die Szenen.

München - Am Samstagabend wurde der Rottweiler „Pascha“ von Polizisten am Hauptbahnhof München erschossen. Zuvor verletzte der Hund fünf Menschen durch Bisse und seine Krallen, drei Passanten und zwei Polizisten. Nun kursiert im Netz ein fast dreiminütiges Video. Es zeigt, was kurz vor den Schüssen passierte. Das Video wurde von einem Passanten auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufgenommen.

Das spielt sich in dem Video ab

Im dem Video ist zu sehen, wie zahlreiche Polizisten den Rottweiler umringen. Die Polizei war gerufen worden, weil der junge Hund schon Menschen attackiert hatte. Einige Polizisten haben bereits ihre Hände am Pistolenhalfter, um ihre Dienstwaffen schnellstmöglich zücken zu können. 

Zunächst wirkt es aber noch so, als würde es Paschas Frauchen Jenny M. gelingen, das Tier wieder zu beruhigen. Die 26-Jährige und ein Bekannter knien vor dem Hund und halten ihn fest. „Bleib hier!“, fordert das Frauchen das Tier auf. Die Situation hat sich kurzzeitig sogar soweit entspannt, dass sich der Bekannte von Jenny M. von dem Tier einige Schritte entfernt, um mit einem Polizisten zu reden. 

Aggressive Hunde: Wie schütze ich mich?

Dann aber überschlagen sich die Ereignisse: „Weg! Zurückgehen“, ruft ein Polizist offenbar zu einem im Video nicht sichtbaren Passanten, der wohl in Richtung Hauptbahnhof geht und in den gesicherten Bereich eintreten will. Weitere Polizisten gehen zügig dorthin, um die Person aufzuhalten. 

Ist das zu viel Hektik gewesen? Pascha reißt sich in diesen Moment los und läuft wieder umher, er attackiert einen Polizisten. „Meine Güte! Schießt!, schreit ein Beamter. Paschas Frauchen fleht: „Stopp! Hör auf!“ Ein Polizist schiebt sie mit einem Arm weg. Der Rottweiler läuft weiter aufgebracht umher, umkreist von den Polizisten. „Bitte, bitte, bitte“, fleht Paschas Frauchen ängstlich. „Haltet den Hund!“  

Ein letztes Mal schreit sie ihren Hund an: „Hör auf Pascha!“ - zu spät. Als es kurzzeitig eine freie Schussbahn gibt, fallen mehrere Schüsse. Der Hund liegt auf dem Boden. Sein Todeskampf dauert noch einige Sekunden. Sein Frauchen wendet sich schockiert ab. 

Hunderttausende haben das Video gesehen - Vorwürfe gegen die Polizisten

Auf Facebook und YouTube verbreitet sich das Video am Mittwoch rasant. Hunderttausende haben die erschütternde Aufnahme schon gesehen. Auch Paschas Besitzer haben es über Facebook geteilt. Allein der Clip, den Jenny M. selbst hochgeladen hat, erreichte innerhalb von 24 Stunden mehr als 400.000 Aufrufe. „Mein Hund war kein Monster“, schreibt sie dazu. 

Es gibt kontroverse Diskussionen in den Kommentarspalten unter den Videos im Netz. Nicht wenige machen den Polizisten Vorwürfe. Die Beamten hätten nicht deeskalierend auf das Tier eingewirkt, es nur immer weiter verängstigt und in die Enge getrieben, so dass es sich und seine Besitzerin verteidigen wollte. 

Nun reagierte die Münchner Polizei mit einem emotionalen Tweet auf diese Kritik

Offenbar Sinneswandel bei Herrchen Sinan B.

Diese Theorie verbreitet auch Paschas Herrchen, der am Hauptbahnhof nicht dabei war. „Die Polizei hat sich auf meine Freundin gestürzt, bevor sie Pascha in Sicherheit bringen konnte und Pascha wollte sie verteidigen. Die haben mein Baby erschossen“, schreibt Sinan B. (32) auf Facebook. Gegenüber der tz hatte er zuvor noch gesagt: „Sie (die Polizisten, Anmerkung der Redaktion) hatten keine andere Wahl. Kein Hundeleben ist ein Menschenleben wert.“ Ob das Video zu einen Sinneswandel bei Sinan B. führte, ist unklar. Er wollte sich am Mittwochabend auf Anfrage nicht weiter äußern. 

Andere Facebook-User werfen dagegen in Kommentaren der Hundehalterin vor, die alleinige Verantwortung für den Tod des Tieres zu tragen. Jenny M. habe die Kontrolle über den nicht angeleinten Hund verloren. Die Polizisten hätten handeln müssen, um weitere Menschen zu schützen. Einige Kommentatoren beschweren sich darüber, dass die teilweise heftige Kritik an den Beamten nur Hetze und Stimmungsmache sei. 

Hier können Sie das Schock-Video auf Facebook sehen

Warnung: Dieses Video kann verstörend wirken und Sie möglicherweise emotional belasten. Man sieht in diesem Clip, wie der Hund erschossen wird und auf der Straße stirbt. Hier geht es zu dem Facebook-Beitrag mit dem Video.

Kampfhunde: Nur schlecht erzogen?

mag

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