Mauerteil abgebrochen

Schrecksekunde bei Königshof-Abriss: „Gott sei Dank waren keine Leute auf dem Gerüst“

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Beim Königshof-Abriss kam es am Mittwochnachmittag zu einer Schrecksekunde.

Schrecksekunde beim Endspurt bei den Abrissarbeiten am Hotel Königshof. Am Mittwoch krachte gegen 15.30 Uhr ein großes Stück der Mauer an der Westseite des Gebäudes auf das Baugerüst.

München - Das Teil war so schwer, dass es durch das gesamte Gerüst abgestürzt ist – und erst gefährlich nahe zur Prielmayerstraße hin auf einem Baucontainer zum Halt kam. Das Gerüst wurde zerlegt, der Baucontainer beschädigt und etliche Trambahnen aufgehalten. Die Polizei musste einen Teil der Straße sperren. Verletzt wurde niemand.

Das Baugerüst drohte zwischenzeitlich einzustürzen.

Fehmi Mehal (37) hat den Absturz des Mauerteils aus nächster Nähe beobachtet. Der Fahrlehrer aus München saß gerade auf der Treppe vor dem Justizpalast. „Ich habe einen Knall gehört und dann ist die Schutzplane zur Seite gezogen worden, weil ein riesen Brocken von ganz oben durch das Gerüst hinunter auf einen Baucontainer gekracht ist“, berichtet er. Im Nachhinein seien kleinere Steine hinterher gestürzt. Außerdem: „Ein Teil des Gerüsts ist auf die Schienen geflogen“, sagt Mehal. Diesen hätte er dann zur Seite geschoben. Ein Tramfahrer und Passanten hätten zudem kleine Steine von der Straße geräumt. „Gott sei Dank waren keine Leute auf dem Gerüst und es waren weder Menschen noch eine Tram auf der Straße“, so Mehal.

München: Schrecksekunde bei Königshof-Abriss - Mauerteil zertrümmert Gerüst

Prof. Arnold Tautschnig, Projektleiter des Königshofs, beteuert hingegen: „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung für Passanten oder den Verkehr.“ Ein Vorfall wie der gestrige könne passieren, „gerade in der kritischen Phase des Abbruchs. Wir haben alles gut gesichert.“ Baugerüst und Container würden ersetzt werden.

Wie Matthias Korte, Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft, mitteilt, sind die Trambahnen an der Prielmayerstraße zunächst ohne Halt durchgefahren, um möglichst wenig Zeit im gefährdeten Bereich zu verbringen. „Danach wurde die Straße gesperrt und die Linien 19, 20, 21 und 22 konnten die Haltestelle Stachus nicht mehr anfahren“, so Korte weiter. 

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