Facebook-User sind empört

Unbegreifliches Wohnungsangebot in München: Eine Person zahlt mehr als zwei

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Wohnungsangebot in München sorgt für Aufruhr.

Auf Facebook sorgt ein Wohnungsangebot für Empörung. Für eine Person würde das WG-Zimmer 850 Euro kosten. Zieht eine weitere Person ein, kommen 300 dazu. Die User sind verwirrt.

München - Es scheint kein Ende in Sicht bei den Wucherpreisen auf dem Münchner Immobilienmarkt. Oft bleibt nur Kopfschütteln übrig. Doch die Wohnungsnot treibt viele dann doch dazu, ein überteuertes Angebot anzunehmen.

Momentan sorgt ein Inserat auf Facebook für Aufsehen. In der Gruppe „München Kleinanzeigen“ wird ein WG-Zimmer in einer Dreizimmerwohnung direkt an der Hackerbrücke angeboten. Zu vermieten ist ein 16 Quadratmeter großes Schlafzimmer mit Mitbenutzung aller anderer Räume inklusive Garten. Ein bisschen seltsam klingt die Kostenangabe: Die Miete beträgt für eine Person 850 Euro. Ziehen zwei Personen in das Zimmer, erhöht sich die Warmmiete auf 1150 Euro.

Dieses Wohnungsangebot auf Facebook sorgt für Empörung

Viele User sind verwirrt und fragen sich, wie die 300 Euro Differenz zur zweiten Person zustande kommen. Mietpreise werden schließlich nicht pro Person, sondern pro Wohnung berechnet, schreibt Anja H.

Der Facebook-Nutzer, der das Angebot eingestellt hat, meldet sich in den Kommentaren zu Wort. Er sagt, die Miete werde je nach Anzahl der einziehenden Personen entweder durch drei oder durch vier geteilt.

Was die Nutzer zusätzlich verwirrt ist, dass Angaben zur Gesamtmiete und Quadratmeterzahl der Wohnung fehlen. Und genau das macht einige sauer. Bei den umständlichen Angaben zur Miete, scheint es für manche so, als wäre das Angebot eine Abzocke, um Profit zu schlagen: „Zwei Personen, ein Zimmer, 1100 Euro. Alles klar und ihr wohnt dann auf Kosten der Neuen“, schreibt Moe J.

Zwischen den zahlreichen Kommentaren finden sich aber auch einige tatsächliche Interessenten, die bereit sind, den Preis zu zahlen.

Münchner ziehen gezwungenermaßen aufs Land

Weil die Mieten immer höher werden, sehen sich viele gezwungen, das Münchner Stadtgebiet zu verlassen. Das spürt auch das Umland. Mehr als 25000 Münchner sind im Jahr 2017 aufs Land gezogen.

Die Wucherpreise scheinen auch kein Ende zu nehmen. Nach der gerichtlichen Entscheidung gegen eine Mietpreisbremse für München im vergangenen Dezember, drohen die Mieten immer weiter zu steigen. Dadurch entsteht auch das ein oder andere skurrile Wohnungsinserat, wie zum Beispiel eine Mini-Gartenhütte die in Berg am Laim für 50 Euro die Nacht auf Ebay Kleinanzeigen angeboten wurde.

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