Beim Auszahlen bestohlen

Mindestens zehn Fälle von „Cash-Trapping“ um den Hauptbahnhof - drei Männer in Haft

Rund um den Hauptbahnhof haben seit Ende Juni mindestens zehn Kontoinhaber beim Geldabheben kein Geld ausgezahlt bekommen. Dahinter stecken drei Männer und eine originelle Diebstahl-Methode.

München - Im Bereich südlich des Hauptbahnhofs kam es laut Polizei seit Freitag, 29. Juni, zu zehn Manipulationen an Geldautomaten - und das ist nur die Zahl der bekannten Vorfälle. Die Täter brachten Blenden über den Ausgabeschächten an, um zu verhindern, dass das Geld ausgegeben wird. Dabei bleibt das Bargeld an der Blende hängen, die später von den Dieben abgenommen und „abgeerntet“ wird. Diese Methode nennt man im Fachjargon „Cash-Trapping“. 

Aufgrund der Häufung der Delikte übernahm ein Fachkommissariat die Ermittlungen. Am Mittwoch, 04. Juli, gegen 14.30 Uhr konnten aufgrund der polizeilichen Maßnahmen drei Tatverdächtige nach zwei weiteren versuchten Cash-Trapping Fällen durch Zivilkräfte festgenommen werden.

Die Polizei stellte darüber hinaus umfangreiche Tatmittel sicher. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 18, 22 und 28 Jahre alten Rumänen. Wie die Polizei feststellte, waren die drei Männer ausschließlich zu dem Zweck nach München gekommen, hier Straftaten zu begehen.

Der 18- und der 28-Jährige legten in ihren Vernehmungen umfangreiche Geständnisse ab, während sich der 22-Jährige nicht zu den Straftaten äußern wollte. Da die drei Männer über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügen, wurden sie am Donnerstag, 05.07.2018 dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Gegen die drei Rumänen ergingen Haftbefehle.

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ludwigsvorstadt – mein Viertel“.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa / Fabian Sommer

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