Münchnerin hofft auf Weihnachtswunder

Chaotische Braut verliert einen Tag nach der Hochzeit ihren Ehering

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Carmen Lindemann - sie strahlte über ihren Ehering bei der Trauung. Einen Tag später war er weg. 

Der Albtraum einer jeden Braut: Der Ehering ist weg! Carmen Lindemann ist es passiert. Doch sie kann auch darüber lachen. 

München - Wie viel Pech kann man eigentlich haben? Carmen Lindemann aus Pasing ist wirklich ein Pechvogel! Nur einen Tag nach ihrer Hochzeit am Montag verlor sie ihren Ehering. Nun hofft sie auf ein „Weihnachtswunder“. Zunächst wandte sich die frisch Vermählte an Münchens Hitradio „95.5 Charivari“, dann erzählte sie unserer Redaktion von ihrem Unglück. 

Darum war ihr Mann nicht überrascht

Einen ersten Ehekrach gab es wegen des Rings nicht. Ihr Mann war von dem Pech seiner Frau nämlich wenig überrascht und reagierte „relativ gefasst“, so die Münchnerin. Als sie ihm am Telefon den Verlust beichtete, Claus Lindemann war nämlich berufsbedingt am Dienstag nach Dublin geflogen, sagte er nur: „Mein erster Gedanke beim Aufstehen war sowieso schon: Heute wirst du den Ring verlieren!“ Und so kam es dann auch tatsächlich. Wieso er auf so eine Idee kam? Die 45-Jährige gesteht lachend: „Ich gehe halt chaotisch durchs Leben, trete gerne in Fettnäpfchen!“ 

Natürlich wünscht sie sich den Ehering zurück, doch sie kann sich auch über ihr Pech amüsieren. Erzählt unserer Redaktion gerne die Anekdoten rund um ihre Hochzeit. 

Der Ring fehlt! 

Es war eine Trauung mit einem langen Anlauf: 14 Jahre war das Paar bereits zusammen. Im Sommerurlaub auf einem Campingplatz stellte ihr Partner ihr dann doch die Frage aller Fragen, obwohl er eigentlich nie heiraten wollte. Carmen war bereits einmal verheiratet. Zweimal blockte sie seinen Antrag ab, beim dritten Anlauf, als er sich vor ihr ganz klassisch hinkniete, konnte sie einfach nicht mehr ablehnen. Dann hatte es Claus plötzlich eilig mit dem Bund fürs Leben. Nicht am Jahrestag, dem 12.4.2018 sollte geheiratet werden, sondern noch dieses Jahr. Das Paar einigte sich auf den 4.12. - das umgedrehte Datum. „Wir haben unseren Jahrestag schon ab und an vergessen, so kann uns das hoffentlich nicht mehr passieren“, offenbart die Braut die Idee dahinter. 

Hier verlor sie vermutlich den Ehering

Am Montag war also der große Tag. Das Paar heiratete standesamtlich. Doch der Ehering sollte nur wenige Stunden an Carmen Lindemanns Finger stecken. Es ging am Tag nach der Trauung mal wieder chaotisch zu bei der Fotografin, die - wieder so eine Anekdote - auch als „Scheidungsfotografin“ ihre Dienste anbietet. Sie wollte zum Elternsprechtag, ihre Tochter geht auf das Pestalozzi Gymnasium. Es musste schnell gehen, später am Abend warteten Eltern und Schwiegereltern noch im Restaurant. Rauf auf den Roller und ab zur Schule. Eine holprige Fahrt über Kopfsteinpflaster, es ruckelte. Dabei verlor sie vermutlich irgendwo in der Isarvorstadt ihren Ehering. Die Handschuhe, die den locker sitzenden Ring geschützt hätten, trug sie derweil in der Jackentasche... 

In der Schule dann der Schreck: Sie bemerkte, dass der Ehering fehlt. „Ich habe meine ganze Handtasche durchwühlt und geleert, doch da war er nicht“. Sie eilte heraus auf die Straße. Mit der Taschenlampe ihres Handys suchte sie die Corneliusstraße, Frauenhoferstraße, Eduard-Schmid-Straße und Baaderstraße ab, ihren Weg mit dem Roller. Bis das Handylicht den Geist aufgab. Akku leer, Verzweiflung groß! 

Den Ring erkennt man an der Gravur

Nun hofft Carmen Lindemann darauf, dass jemand ihren silbernen, matten Ring gefunden hat. Zu erkennen ist er an der Innengravur: "Claus 04.12.2017“. Hinweise nehmen auch wir per E-Mail entgegen: info@merkur.de

mag

Parallel wurde übrigens am Tegernsee der Ehering eines frisch vermählten Paares gefunden.

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