Jugendamt schreitet ein

Mama im Rausch! Polizei nimmt Kind in Obhut

Der kleine Bub wurde vom Jugendamt in Obhut genommen.

München - Trauriger Einsatz für die Bundespolizei: Im ICE Richtung München ist eine Frau offenbar berauscht und verwirrt. Die Polizei betreut den Buben und begleitet beide nach München. Dort nimmt das Jugendamt das Kind in Obhut.  

Armer kleiner Lukas (15 Monate; Name geändert). Was wird nur aus Dir werden? Eine ganze Zugbesatzung, mehrere Fahrgäste und die Münchner Bundespolizei sorgten sich am Mittwoch um den kleinen Knaben, der mit seiner Mutter (24) von Berlin ins Allgäu reisen sollte. Schon beim Einsteigen in Berlin war Reisenden aufgefallen, dass die junge Frau stark benommen wirkte - ebenso wie der Mann, der Mutter und Kind zum ICE gebracht hatte. Auch die Zugbegleiter beobachteten mit Sorge, dass der Oberkörper der Frau im Sitzen völlig unkontrolliert hin und her schwankte und sie das Kind in ihren Armen kaum noch halten konnte. Um 15 Uhr - der Zug fuhr mittlerweile auf der Höhe von Jena - bat eine Zugbegleiterin einen mitreisenden Bundespolizisten (28) um seine Einschätzung.

Der bestätigte den Eindruck, dass die Frau vermutlich unter starken Tabletten oder sonstigen Substanzen stand und nicht mehr wusste, wo sie war. Unter diesen Umständen nahm die Zugbegleiterin den kleinen Lukas einfach auf den Arm, verpasste ihm eine frische Windel und versuchte, ihn ein wenig abzulenken. Der Bundespolizist behielt die Frau im Auge, die mittlerweile in einen Dämmerschlaf gefallen war. Dass Lukas nicht bei ihr war, schien sie gar nicht mehr zu merken.

In München nahm die Bundespolizei die Frau und das Kind in Empfang. Ein Beamter - selbst zweifacher Vater - nahm den Kleinen auf den Arm. Lukas weinte ein bisschen, beruhigte sich aber bald und freundete sich mit den Polizisten an. Die Mutter schlief sich auf der Wache aus und konnte abends wieder gehen - allerdings ohne Lukas. Die Bundespolizisten hatten vorsichtshalber das Jugendamt verständigt. Dort wird jetzt geklärt, ob die Frau in der Lage ist, für das Kind zu sorgen.

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