Drogen und Geld sind futsch

Nach Durchsuchung: Heroin-Dealer verpfeift seinen Lieferanten

Ein 48-Jähriger gerät unter Verdacht, mit Drogen zu Handeln. Nachdem seine Wohnung durchsucht wurde, lieferte er seinen Lieferanten gleich mit ans Messer.

München - Im Zuge von Ermittlungen ist ein 48-jähriger Italiener, der in München wohnt, ins Fadenkreuz der Polizei geraten. Diese hatte den Verdacht, dass er aus seiner Wohnung einen regen Handel mit Heroin betreibt. Mit einem Durchsuchungsbeschluss in der Hand klingelten die Beamten dann in den frühen Morgenstunden am Montagmorgen an seiner Türe und durchsuchten die Wohnung. 

Hierbei konnten in der Wohnung des Tatverdächtigen mehrere Gramm Heroin, Subutex-Tabletten, Streckmittel, zwei Feinwaagen, Bargeld und diverse Verpackungsmaterialien aufgefunden werden. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 48-Jährige das Heroin von einem 49-jährigen Landsmann erhalten. 

Da der dringende Verdacht bestand, dass dieser Täter über weiteres Heroin verfügt, wurde auch dessen Wohnung in München am Tag darauf durchsucht. In der Wohnung dieses Heroinhändlers konnten Heroin, Marihuana, eine Feinwaage, Verpackungsmaterial und Bargeld in szenetypischer Stückelung beschlagnahmt werden. Sämtliche Bargeldbeträge, welche die selbst heroinabhängigen Arbeitslosen aus vorangegangenen Drogengeschäften erwirtschaftet haben dürften, wurden zur Vorbereitung des Verfalls beschlagnahmt.

Zur Erklärung: Der Verfall ist eine repressive Maßnahme aus dem Strafgesetzbuch, mit der ein Vermögensvorteil durch eine rechtswidrige Bereicherung beseitigt werden kann. 

Der 48- und 49-Jährige wurden zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen beide einen Haftbefehl.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ludwigsvorstadt – mein Viertel“.

Rubriklistenbild: © AFP

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