Grünes Haus muss weg

Pestalozzistraße: Abriss besiegelt

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Das grüne Haus an der Pestalozzistraße. Am heutigen Donnerstag wird voraussichtlich der Abriss beschlossen.

München . Die Satire-Aktivisten von Goldgrund, die Grünen und der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel fordern den Erhalt, am heutigen Donnerstag wird der Abriss des grünen Hauses an der Pestlozzistraße beschlossen:

Der Kommunalausschuss im Rathaus tagt hinter verschlossenen Türen über den städtischen Bau an der Pestalozzistraße. Schwarz-Rot verlangt den Abriss – und den Neubau von rund 30 günstigen Wohnungen.

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Der Tagesordnungspunkt war überraschend von der öffentlichen Tagesordnung in den nichtöffentlichen Teil verschoben worden: Wohnungen in dem Haus stehen seit 2007 leer, die ehemaligen städtischen Büros seit 2011. Seinerzeit hatte die Israelitische Kultusgemeinde ein Seniorenheim für Naziverfolgtebauenwollen. Heuer sprang die IKG ab.

Ursprünglich war geplant, den Altstadtring vor dem Haus in einigen Jahren um eine Spur zu verschmälern und nach Norden zu verschwenken, um Platz für ein größeres Wohngebäude zu schaffen. „Das würde nur für einen späteren Baubeginn bei dem neuen Wohnhaus sorgen und die Kosten in die Höhe treiben“, sagt SPD-Fraktionschef Alexander Reissl und forderte einen schnellen Neubau. Die Straßenbaukosten könne die Stadt nur erwirtschaften, wenn das Grundstück frei verkauft würde – was Luxusbauten zur Folge hätte. Stattdessen sollen nun Sozialwohnungen entstehen. Die Rathaus-CSU hat nichts dagegen.

Die Grünen schon: Man könne das Haus schnell sanieren und später einen Anbau auf dem jetzigen Altstadtring errichten. Stadtrat Herbert Danner sieht nicht ein, warum darüber hinter verschlossenen Türen gesprochen werden soll: „Wir werden beantragen, das Thema öffentlich zu behandeln.“

we, dac

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