„Piazza Zenetti“ soll mehr Lebensqualität schaffen

So sieht Münchens Platz für die Zukunft aus

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So sieht der Zenettiplatz vorübergehend aus: oben die Mobilitätsstation, links die Aufenthaltsfläche.

Der Zenettiplatz ist für sechs Wochen die neue „Piazza Zenetti“. Ein Platz für die Zukunft! Mitten in der Isarvorstadt laden Sitzgelegenheiten und Bücherschränke zum Verweilen und Austausch ein.

München - Im südlichen Teil gibt es zudem eine Mobilitätsstation für Elektro-Autos, Carsharing und E-Bikes. All das ist Teil des Projekts City2Share, das den Bürgern mehr Freiräume und Mobilität in der dicht besiedelten Stadt bieten soll. In München sind insgesamt drei City2Share-Projekte geplant: Eine weitere Mobilitätsstation entsteht ebenfalls in der Isarvorstadt, eine in Untersendling. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und nukleare Sicherheit fördert das Forschungsprojekt City2Share im Rahmen des Programms „Erneuerbar Mobil“ mit 5,8 Millionen Euro.

Am Montag eröffnete Oberbürgermeister Dieter Reiter (60, SPD) die „Piazza Zenetti“ zusammen mit Florian Pronold (45, SPD) vom Bundesumweltministerium, Ingo Wortmann, Geschäftsführer der Münchner Verkehrsgesellschaft, sowie BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer (58). Wo sonst 20 Autos parken konnten, entstand der neue Platz. „Wir haben den festen Willen, so was nicht zum letzten Mal zu machen“, sagt Reiter.

Anwohner werden befragt

Die Anwohner haben jetzt sechs Wochen Zeit, um die Idee zu testen. Das Ziel: Mit dem Mobilitätskonzept den Verkehr reduzieren und die Lebensqualität im Viertel steigern. „Wir wollen, dass Mobilität nicht besessen, sondern benutzt wird“, sagt Reiter. Mit dem Teilen von Elektro-Autos sei es auf eine umweltfreundliche Weise möglich, aus Parkplätzen Lebensraum zu gewinnen. Im Herbst werden die Anwohner in einem Online-Dialog zu ihren Eindrücken befragt.

Bis Samstag können ­Interessierte den Platz mit Aktionen gezielt beleben: zum Beispiel mit Diskussionsrunden, Riesenmikado für Kinder, Live-Musik, Yoga und Pflanzen eines Gemeinschaftsbeets.

In seiner Rede zur Eröffnung gibt Reiter zu: „Nicht alle Plätze in München sind schön. Daran müssen wir noch arbeiten.“ Sein Versprechen: „Wenn wir gemeinsam beschließen, dass das hier eine gute Idee ist, dann werde ich mich im gesamten Stadtrat dafür stark machen.“ 

Lesen Sie auch: Der Kampf ums Grün - so wollen Anwohner und Politiker München verändern 

Kathrin Braun

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