Erheblicher Widerstand

Männer pöbeln und pinkeln in Richtung Polizisten

München - Sie bespuckten die Polizisten, schlugen wild um sich: Drei Männer haben sich erheblich gegen ihre Festnahmen gewehrt. Einer urinierte sogar in Richtung der Beamten.

Wie die Polizei erst jetzt mitteilt, leistete ein 24-jähriger Somalier bereits am 14. Juni am Hauptbahnhof erheblichen Widerstand gegen Bundespolizisten.

Nachdem der Mann zuvor Personen angepöbelt hatte und sich bei der anschließenden Kontrolle durch eine Bundespolizeistreife nicht ausweisen konnte, wurde er zur Wache mitgenommen. Als er dort nach Ausweisdokumenten durchsucht wurde, versetzte er einem Polizisten einen Stoß gegen den Kopf. Zudem beleidigte er die Beamten und urinierte in deren Richtung. Ein Polizist entging nur einer schweren Verletzung, weil er schnell reagiert und sich wegdrehte.

Der Haftrichter erließ gegen den Ostafrikaner eine Untersuchungshaft. Neben dem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, der gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigung ermittelt die Bundespolizei gegen den 24-Jährigen auch wegen Erschleichen von Leistungen: Denn bei ihm wurde eine Fahrpreisnacherhebungen der Deutschen Bahn in Höhe von 189,50 € für eine fahrscheinlose Fahrt von Düsseldorf nach München gefunden.

Am Mittwoch kam es zu einem ähnlichen Fall: Ein 24-Jähriger aus Burkina Faso gegen leistete Widerstand gegen drei Beamte der Bundespolizeiinspektion, die ihn festnehmen wollten. Er war am Hauptbahnhof gegen 8 Uhr zur Identitätsprüfung zur Wache mitgenommen worden. Im Bereich des Tresens störte er wiederholt und lautstark den Dienstbetrieb. Die Beamten baten ihn mehrmals, ruhig zu sein und sich zu setzen, doch dem Bitten kam er nicht nach. Stattdessen gestikulierte er immer wieder mit den Händen vor den Beamten und deren Gesichtern.

Plötzlich hielt er dabei einen Kugelschreiber in der geballten Faust - und die Beamten schritten zur Sicherung der Situation ein. Der Westafrikaner begann, um sich zu schlagen und wandte sich gezielt gegen die Polizisten. Er bespuckte sie daraufhin und versuchte, sie zu beißen. Der Mann wurde daraufhin zu Boden gebracht, gefesselt und in Gewahrsam genommen.

Wegen der heftigen Gegenwehr - er versuchte, seinen Körper aus dem Polizeigriff zu winden und schlug mit seinen Beinen um sich - mussten die Polizisten entsprechende Kraft aufbringen. Dabei verletzte sich der 24-Jährige leicht an der Stirn. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der burkinische Staatsangehörige gegen 16.30 Uhr nach Abschluss aller Maßnahmen zur Sicherung der Strafverfolgung aus dem Gewahrsam entlassen.

Einen Tag später, am Donnerstag, provozierte ein 21-jähriger Türke gegen 5 Uhr mehrere Personen am Ostbahnhof und forderte sie mit aggressivem Verhalten heraus. Bundespolizisten forderten ihn mehrfach auf, den Ostbahnhof zu verlassen. Doch der Türke baute sich stattdessen vor den Bundespolizisten auf und forderte diese mit zahlreichen Posen zum Kampf heraus.

Als die Beamten den Platzverweises durchsetzten wollten, leistete der 21-Jährige Widerstand und schlug die Arme eines Beamten weg. Bei dem Mann wurde ein Atemalkoholwert von 1,68 Promille gemessen. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Nachdem der Türke nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen entlassen worden war, teilte ein 32-jähriger Zeuge mit, dass er gesehen hatte, wie der Mann kurz zuvor einer jungen weiblichen, bislang unbekannten Person, ins Gesicht geschlagen hatte. Zu dieser Frau und dem Sachverhalt liegen der Bundespolizei bislang keine Hinweise vor.

Rubriklistenbild: © mzv/Symbolbild

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