Pläne für Abrisshaus

Pestalozzistraße: Neubau für Flüchtlinge?

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Flüchtlinge hier rein? Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD) sagt: Erst wird neu gebaut!

München - Wie geht es in der Pestalozzistraße weiter? Die Goldgrund-Aktivisten wollen den Abriss verhindern und Flüchtlinge unterbringen.

Jetzt öffnet Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD) die verrammelten Türen und sagt: Flüchtlinge können hier rein – wenn das Haus neu gebaut ist!

Alles aufgerissen, keine Leitungen mehr, viel Schimmel in den oberen Etagen.

Keine Stromleitungen mehr, keine Wasserrohre, keine Heizung und viel Schimmel: Seit Anfang 2013 läuft die Entkernung. Seit 2007 hat die Stadt keinen Cent mehr in das Geschäftshaus an der Ecke Pestalozzi-/Blumenstraße gesteckt. Denn seit der Zeit wollte die Israelitische Kultusgemeinde das Areal kaufen, um ein Seniorenheim für Nazi-Verfolgte zu schaffen. Doch jetzt will sie lieber in der Prinz-Eugen-Kaserne (Bogenhausen) bauen.

Seit fast zwei Jahren wird das Haus in der Pestalozzistraße entkernt. Noch heuer soll es ganz abgerissen werden.

Zutritt nur mit Helm und Atemmaske! „Es ist mehr als naiv, wenn man glaubt, dass es reiche, einmal mit dem Pinsel durchzugehen“, sagt Markwardt. Bäder müssten eingebaut, der Brandschutz beachtet werden. Die Kosten lägen bei rund vier bis sechs Millionen Euro. Der Architekt Gerhard Ullmer bestätigt den Aufwand. Die Goldgrund-Gorillas, die bereits ein paar Meter weiter in der Müllerstraße den Pinsel schwangen, glauben, mit einer Million auszukommen.

Der Abriss soll noch heuer starten. Im November entscheidet der Stadtrat, wie es mit dem Grundstück weitergeht. Das Sozialreferat will einen Neubau für Flüchtlinge oder Wohnungslose. Aber das kann noch Jahre dauern.

dac

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