Brutaler Überfall

Polizei fasst Kassen-Räuber von der Lindwurmstraße

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Der Schreibwarenladen an der Lindwurmstraße nahe des Goetheplatzes.

München - Ein Schreibwarenladen an der Lindwurmstraße ist brutal überfallen worden. Die Polizei München schnappte die flüchtenden Täter. 

Susanne R. (29) wurde im Geschäft angegriffen.

Im ersten Moment dachte Susanne R. (29), jemand sei in Ohnmacht gefallen, als ihre Tante Hildegard an der Kasse laut um Hilfe schrie. Die Familie R. betreibt in der Lindwurmstraße nahe des Goetheplatzes einen florierenden Schreibwarenladen. Susanne R., die Tochter der Inhaberin, sortierte am Montag um 16.25 Uhr gerade die Postkarten im hinteren Teil. Sie eilte nach vorn. Da stand ein großer Mann mit hagerem Gesicht am Kassentresen. Er brüllte etwas in einer fremden Sprache. Soeben hatte er die Registrierkasse von den Anschlüssen abgerissen und bedrohte Hildegard J. (63), die hinter dem Tresen in Deckung ging. Sie wurde nur am Arm gestreift. Susanne dagegen erlitt eine blutende Wunde an der Stirn, als der Räuber mit der kiloschweren Kasse nach ihr schlug. Dann stürmte er davon. 

Hildegard J. rief die Polizei: „Die waren sehr schnell da!“ Minuten später war der Täter – ein Este (39) ohne festen Wohnsitz in München – gefasst. Die Kasse hatte er noch im Arm: „Sie war total verbeult. Er hat sie aber nicht aufgekriegt“, schmunzelt Susanne R. Das gute Stück ist noch samt Inhalt bei der Spurensicherung. Der Laden ist seit dem Jahr 2005 im Familienbesitz. Mutter Anneliese R. (57) hatte dort bereits als 14-Jährige als Lehrmädchen angefangen. In all den Jahren geschah nur einmal ein Einbruch. Susanne R. erkannte den Esten wieder: „Er hat in den Tagen vor dem Überfall hier zweimal Zigaretten gekauft und sich schon umgeschaut.“ 

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