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Der Kampf um die Straße

Polizeikontrolle an der Sonnenstraße

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Aufgepasst: An der Ecke Sonnenstraße/Herzogspitalstraße kracht es besonders häufig zwischen Radlern und Autofahrern.

München - Fünf verletzte Radfahrer in den vergangenen anderthalb Jahren gab’s an der Ecke Sonnenstraße/Herzogspitalstraße! Und so ist die Polizei am Montag für eine Kampagne hier angerückt.

"Gscheid radeln – aufeinander achten" soll Radler und Autofahrer gleichermaßen aufrütteln.

Denn die Autofahrer vergessen beim Rechtsabbiegen oft den Schulterblick. Und die Radler kommen häufig auf der falschen Radweg-Seite mit hoher Geschwindigkeit angeschossen, sagt Constanze Spitzweck von der Münchner Polizei. „Deswegen versuchen wir, beide Seiten heute über die Gefahren aufzuklären.“ Auf die gefährliche Stelle aufmerksam gemacht hatte die Beamten der ADFC. „Autofahrer, die rechts abbiegen, sehen den Radweg wegen der vielen Autos und dem Abgang zur U-Bahn nur schlecht“, sagt Sprecherin Traudl Schröder.

Bei der Kontrolle ging es den Beamten vor allem darum, zukünftige mögliche Unfälle zu verhindern. Wer sich nicht an die Verkehrsregeln hielt und gestern erwischt wurde, bekam ein Bußgeld aufgebrummt (siehe unten).

Mehr Rücksicht von Autofahrern und Radlern scheint dringend nötig. 2013 gab es in München drei getötete Fußgänger wegen abbiegender Autos. Auch ein Radlfahrer starb, weil ein Autofahrer ihn beim Abbiegen übersah. Erst am vergangenen Wochenende erlag wieder ein 43-jähriger Radler in Ramersdorf seinen Kopfverletzungen.

Derart schwere Unfälle mussten die Beamten an der Sonnenstaße/Herzogspitalstraße nicht miterleben. Insgesamt verzeichneten sie 15 Geisterradler. Außerdem hielten die Polizisten vier Autofahrer auf, die beim Abbiegen nicht aufgepasst haben.

Die häufigsten Strafen

Wer mit dem Auto rechts abbiegt und die Vorfahrt eines Radlers nicht beachtet, muss 25 Euro zahlen. Wird der Radler dabei gefährdet, sind 100 Euro Strafe fällig. Außerdem droht ein Punkt in Flensburg. Geisterradeln kostet zwischen fünf und 30 Euro – „je nach Beschilderung und ob der Radler jemanden gefährdet“, so Markus Koch von der Münchner Polizei.

Sie wurden aufgehalten

Julian Mühlmeier, Student aus München: "Ichbin auf der falschen Seite geradelt – und muss jetzt 20 Euro zahlen. Die Polizisten waren sehr nett zu mir, das fand ich gut. Auch die Kontrolle an sich finde ich nicht schlecht. Ich wurde hier schon mal beinahe über den Haufen gefahren."

Peter Königsmann, Angestellter aus München: "DiePolizei sagt, ich hätte beim Abbiegen den Radler hinter mir behindert. Deswegen wurde ich mündlich verwarnt. Der war doch zehn Meter entfernt! Der Krieg zwischen Autofahrern und Radlern wird trotz Kontrollen weitergehen.“

Ramona Weise

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