Patentamt verhandelt mit Industrie

Protest gegen Pflanzen-Patente

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Die Demonstranten in der Erhardtstraße: Sie wollen verhindern, dass das pflanzliche Züchtungen so patentiert werden dürfen wie technische.

München - Montag in der Erhardt­straße: Eine riesige Tomate fletscht die Zähne, ein Brokkoli türmt sich auf, davor stehen Verkleidete mit Plakaten. Protest vor dem Patentamt!

Gegner der Agrarindustrie kritisieren, dass Großkonzerne das Patentrecht missbrauchten, um sich „die Grundlagen der Ernährung anzueignen“, erklärte die Vereinigung Keine Patente auf Saatgut. In ihr sind ökologisch orientierte Bauernverbände, Firmen, Umweltschützer sowie Hilfsorganisationen vertreten. Konkret wandte sich das Aktionsbündnis gegen Patente auf bestimmte Brokkoli- und Tomatenzüchtungen.

Über diese verhandelte das Patentamt Montag mit Industrievertretern. Die Protestler fordern: Die Entscheidung, ob spezielle Züchtungen so patentiert werden können wie technische Erfindungen, dürfe nicht dem Patentamt überlassen werden – da dieses an der Registrierung von Patenten verdiene.

tz

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