SPD-Forderung

Ein Radlweg für die Schwanthalerstraße?

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München - Die SPD-Fraktion hat die Verwaltung aufgefordert, die Machbarkeit eines beidseitigen Fahrradwegs in der Schwanthalerstraße zu prüfen.

Bettina Messinger, die neue Radverkehrsbeauftragte der SPD, fackelt nicht lange. Nachdem die Stadträtin bereits in der vergangenen Woche vier Anträge zur Optimierung des Radverkehrs präsentiert hatte (wir berichteten), legte sie am gestrigen Dienstag nach.

In einem weiteren Antrag fordert sie im Namen der SPD-Fraktion die Verwaltung auf, die Machbarkeit eines beidseitigen Fahrradwegs in der Schwanthalerstraße zu prüfen. Messinger arbeitet in der Schwanthalerstraße und ist deshalb über die Situation vor Ort im Bilde. „Im Moment müssen sich Radler die Fahrbahn mit Autos und Lastwagen teilen. Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Aus meiner Sicht müsste genug Platz da sein, um Radfahrstreifen zu markieren“, sagte sie.

Geht es nach der SPD, soll stadtein- wie stadtauswärts ein Radweg angelegt werden, „und zwar möglichst von der Sonnenstraße bis zum Bavariaring“, erklärte Messinger. Die Schwanthalerstraße ist zwischen Schwanthalerhöhe und Paul-Heyse-Straße vierspurig angelegt, weiter Richtung Innenstadt gibt es nur noch drei Spuren, zwei führen gen Sonnenstraße.

Nach den Worten Messingers ist die Schwanthalerstraße „eine wichtige Verbindung für alle Radfahrerinnen und Radfahrer, die vom Westen in die Innenstadt möchten oder umgekehrt“. Deshalb müsse man notfalls auch in Kauf nehmen, eine Fahrspur für Pkw zu opfern. „Wenn es nicht anders geht, könnte ich mir das vorstellen.“

In der Gabelsbergerstraße gab es im Juli an einigen Tagen ein Verkehrschaos, weil eine Fahrspur zugunsten eines Radwegs gestrichen wurde. Dass dies in der Schwanthalerstraße ebenfalls passieren könnte, wenn man dort die Spuren reduziert, glaubt Messinger nicht. „Wenn man die Ampeln besser schaltet, müsste das hinzubekommen sein.“ Noch ist es laut Messinger aber zu früh, darüber zu reden. „Wir haben jetzt einen Prüfantrag gestellt. Vorschläge, auch zur Frage der Spuren, wird dann die Verwaltung vorlegen.“

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