Theresienwiese füllt sich

Riesen-Flohmarkt: Die ersten Verkäufer sind schon da

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Bis aus Unterfranken kommen die Verkäufer angereist und reservieren zum Teil schon fünf Tage vor Beginn des Riesen-Flohmarktes ihre Plätze auf der Theresienwiese.

München - Am Samstag findet auf der Theresienwiese wieder der Riesen-Flohmarkt statt. Fünf Tage vor dem offiziellen Start hat der Kampf um die besten Plätze bereits begonnen. Die tz hat sich unter den ersten Verkäufern umgehört.

Mehr als 2000 Aussteller, bis zu 50.000 Besucher – und Millionen kleine Schätze. Am Samstagmorgen um sieben Uhr startet wieder Bayerns größter Flohmarkt auf der Theresienwiese. Aber schon seit Montagabend wird die Freifläche und der Bavariaring bevölkert. Fünf Tage vor dem offiziellen Start! Der Kampf um die besten Plätze hat begonnen…

Viele tragen schon jetzt ihre Sachen auf die Theresienwiese

Flohmarktleiter Johannes Koser vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK)

„Verkauft werden darf nur am Samstag zwischen 7 und 16 Uhr“, sagt Flohmarktleiter Johannes Koser vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK). Freitag um sieben Uhr morgens werden die Poller runtergelassen, damit die Händler ihre reservierten Plätze einnehmen und die Standl aufbauen können. Das Problem: Kaum einer hält sich daran, stattdessen tragen viele jetzt schon ihre Sachen auf die Theresienwiese. „Wir wollen das nicht, aber wir können es auch nicht verhindern“, sagt der Flohmarkt-Chef. Zehn Aufpasser hat er extra engagiert, damit die Vorbereitungen nicht aus dem Ruder laufen. „Sie markieren die Verkaufs- und Wegflächen.“ Aber sie greifen auch hart durch. „Wir räumen jeden Tisch weg, der jetzt schon aufgebaut wird. Wenn die Aussteller es wieder versuchen, schmeißen wir den Tisch in den Müll.“

Polizei wird versuchen, auf dem Riesen-Flohmarkt Fälschungen aufzuspüren

Unter Kontrolle hat das BRK die Situation trotzdem nicht – zu groß ist der Ansturm auf die Plätze. Zudem umfahren einige Aussteller einfach die Poller und postieren ihr Auto so schon vor dem erlaubten Aufbaubeginn auf der Theresienwiese. Die Polizei kontrolliert den Konkurrenzkampf nicht. „Für den korrekten Ablauf ist der Veranstalter verantwortlich“, sagt ein Sprecher. Immerhin: „Am Samstag setzen wir 40 zusätzliche Kräfte ein, damit alles glatt läuft“, sagt Koser. Auch die Polizei wird dann mit zivilen Beamten im Einsatz sein – sie versuchen aber Fälschungen aufzuspüren. Die besten Plätze sind dann längst vergeben…

Andreas Thieme, Andreas Huber

Münchner sollten auf Riesen-Flohmarkt Platz haben

Thomas Pulte und Hund Wotan

Für Thomas Pulte und Hund Wotan hat der Flohmarkt Tradition: „Mit Freunden haben wir hier einmal im Jahr einen Riesen-Spaß und verlustieren uns am Fuße der Bavaria“, sagt der 54-jährige Philosoph. Er findet: „Alle sind hier willkommen. Leben und leben lassen. Aber wir Münchner sollten hier schon auch noch unseren Platz haben.“

Für den Riesen-Flohmarkt kommen sie sogar aus Unterfranken

Sigi und Edeltraud Weidner (66 und 65) aus Unterfranken

Seit 20 Jahren reisen Sigi und Edeltraud Weidner (66 und 65) aus Unterfranken an, um ihre Schätze an den Mann zu bringen. „Heuer sind wir so früh da wie noch nie“, sagt Sigi Weidner. Aber für einen anständigen Platz nehmen die Rentner das in Kauf. Getreu dem Motto: Gute Lage, gutes Geschäft. Der Kampf um die Flächen wird aber immer härter.

Wir schieben Wache für einen Platz auf dem Riesen-Flohmarkt

Amani P. (links) mit Freundin Amelie S. (12) und deren Oma Helga Dobler (60).

„Wir müssen so früh hier sein, weil wir sonst keinen Platz mehr kriegen“, sagt Amani P. (links). Gemeinsam mit Freundin Amelie S. (12) und deren Oma Helga Dobler (60) schiebt sie Wache. Denn: „Es gibt voll oft Streit“, hat die 11-Jährige beobachtet. Sie möchte Kleidung und Bücher verkaufen.

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