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Verletzter Mann taucht in S-Bahn-Tunnel auf: Münchner reagiert - Stammstrecke muss gesperrt werden

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Von: Lukas Schierlinger

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Erhebliche Einschränkungen auf der Stammstrecke waren die Folge. Warum ein verletzter 31-Jähriger plötzlich in einem S-Bahn-Tunnel aufgetaucht war, soll jetzt ermittelt werden.

München - Ein 31-jähriger Pole geriet am Sonntagmittag (17. Juli) am Münchner Hauptbahnhof in den S-Bahn-Tunnel. Ein Triebfahrzeugführer entdeckte ihn und wollte ihn mitnehmen, was aufgrund seines Zustandes jedoch nicht gelang. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde er nicht von einer S-Bahn erfasst. 

S-Bahn-Chaos: Verletzter Mann in Tunnel entdeckt

Über den Vorfall berichtet die Bundespolizei in einer Pressemitteilung: „Die Notfallleitstelle der DB AG informierte die Bundespolizei gegen 12.10 Uhr über eine Person im Tunnelbereich zwischen dem Hauptbahnhof und dem S-Bahn-Halt Hackerbrücke. Ein Triebfahrzeugführer hatte den Mann zuvor neben den Gleisen entdeckt und wollte ihn zum nächsten Halt mitnehmen.“

S-Bahn am Haubes
Nahe des Hauptbahnhofs tauchte ein verletzter Mann im S-Bahn-Tunnel auf. © Manfred Segerer via www.imago-images.de

Aufgrund seiner Beinverletzung und „bestehenden Sprachbarrieren“ sei es dem Mann jedoch nicht möglich gewesen, den Zug zu betreten. So musste der Mann aus dem Tunnel geborgen werden. Die Strecke wurde für etwa eine Stunde vollständig gesperrt.

Hauptbahnhof München: S-Bahn-Fahrgast versorgt verletzten Mann

Ein Fahrgast der stehenden S-Bahn gab sich als Arzt zu erkennen und leistete dem Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe. „Aufgrund des Verletzungsbildes ist derzeit nicht davon auszugehen, dass der Pole von einer S-Bahn erfasst wurde“, heißt es in der Mitteilung der Bundespolizei. Weshalb er sich im Tunnel aufhielt, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

In der stehenden S-Bahn befanden sich den Angaben zufolge ungefähr 220 Reisende. Infolge des Vorfalls kam es zu erheblichen Auswirkungen im S-Bahn-Verkehr. „Nach der Bergung kam der Pole, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, in eine Münchner Klinik. Die Bundespolizei hat ein Bußgeldverfahren wegen unbefugten Aufenthalt im Gleisbereich eingeleitet“, machten die Einsatzkräfte weitere Angaben. (lks)

Beendet diese Ansage die hitzige Debatte zunächst? Der Bund wird sich an den Kosten für die Zweite Stammstrecke in München beteiligen. Das bekräftigte jetzt Verkehrsminister Wissing noch einmal.

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