Am Hauptbahnhof und Ostbahnhof

Schlägereien an Pfingsten: Bundespolizei schwer beschäftigt 

München - Gleich mehrere Körperverletzungsdelikte, meist unter Alkoholeinfluss, haben die Münchner Bundespolizei am Pfingstwochenende, 23. bis 25. Mai auf Trab gehalten. In einem Fall musste ein 45-Jähriger in die Klinik, sein Kontrahent kam in U-Haft.

Wie die Bundespolizei berichtet, war es am Montagmorgen, 25. Mai, gegen 2.35 Uhr am Münchner Ostbahnhof zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen. Die Ursache dafür ist noch unklar. 

Eine 21-jährige Italienerin und eine 19-jährige Putzbrunnerin sollen auf eine 23-Jährige aus Moosach eingeschlagen und sie auch mit dem Knie gegen den Oberkörper getreten haben. Eine 24-jährige Neuriederin griff schlichtend ein, auch sie wurde von der Putzbrunnerin attackiert.

Eine Bahnsicherheitsstreife beobachte den Vorfall, trennte die Kontrahentinnen und informierte die Bundespolizei. Die Geschädigten erlitten dabei keine sichtbaren Verletzungen, allerdings klagte die 24-Jährige aus Neuried über Schmerzen am Kiefer. Zur Vorsorge wurden beide Geschädigten vom Rettungsdienst in Münchner Kliniken transportiert.

Alle vier Personen waren alkoholisiert. Bei der 21-jährigen Italienerin wurden 0,92 und bei der angreifenden 19-Jährigen 1,56 sowie bei den beiden Opfern 1,04 und 1,54 Promille Atemalkohol gemessen. Gegen die beiden 19 und 21 Jahre alten Frauen ermittelt die Bundespolizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Auseinandersetzung am Ostbahnhof

Ein weiterer Fall ereignete sich am Sonntagabend, 25. Mai, gegen 20.25 Uhr. Eine Frau meldete einer Bundespolizeistreife eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Personen im Haupteingang des Hauptbahnhofes München.

Dabei schlug ein 47-Jähriger aus unbekannter Ursache einem 45-Jährigen heftig mit der Faust mehrmals gezielt ins Gesicht. Die Streife trennte die beiden und informierte den Rettungsdienst.

Der brachte den 45-Jährigen, der massive Verletzungen im Mundbereich aufwies, mit Verdacht auf Kieferbruch und mehreren verlorenen Zähnen, in eine Münchner Klinik.

Der 47-Jährige wurde zur Wache verbracht. Dort stellte sich heraus, dass er die erst 45 Minuten vorher verlassen hatte. Gegen 19 Uhr war er wegen eines Ladendiebstahls in einem Geschäft am Hauptbahnhof vorläufig festgenommen worden. Eine Mitarbeiterin hatte ihn dabei beobachtet, wie er mehrere Alkoholika, darunter Whisky und Weinbrand, im Wert von 40 Euro unter die Jacke steckte und ohne zu bezahlen das Geschäft verlies. Schon da war der Mann wegen aggressivem Verhalten aufgefallen und konnte nur unter Widerstand zur Wache gebracht werden.

Vom Ermittlungsrichter wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Vorführung zur Untersuchungshaft wegen Diebstahls und Gefährlicher Körperverletzung angeordnet.

mm/tz

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