Schock bei Kontrolle

Schwarzfahrer würgt Schaffnerin

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Gleich mehrere Vorfälle gab es bei Fahrkartenkontrollen in Zügen Richtung München.

München - Bei einer harmlosen Fahrscheinkontrolle ist ein 29-Jähriger ausgerastet. Als eine Zugbegleiterin (42) ihn nach seinem Fahrschein fragte - den er nicht hatte - ging er auf die Frau los.

Der Vorfall ereignete sich laut Polizei am frühen Mittwoch-Morgen in einem Regionalexpress von Ampfing zum Ostbahnhof. Der 29-jährige Türke aus Oberschleißheim stieß die Zugbegleiterin erst mit großer Wucht gegen die Schulter, dann packte er sie am Hals, weil er sie offenbar würgen wollte. Nur durch das beherzte Eingreifen von anderen Fahrgästen wurde Schlimmeres verhindert. Sie zogen den Mann von der Schaffnerin weg, die Frau blieb unverletzt.

Nicht der einzige aggressive Schwarzfahrer

Der Schwarzfahrer war nicht der einzige, der bei der Kontrolle ausrastete. Um 10.15 Uhr kontrollierten Mitarbeiter des DB-Prüfdienstes in einer S6 kurz vor dem S-Bahnhaltepunkt Possenhofen einen 18-Jährigen aus Berg am Laim. Der Mann hatte keinen Fahrschein und stieß die 56-jährige Kontrolleurin so heftig gegen eine Metallstange, dass diese anschließend über Schmerzen in der Schulter und im Handgelenk klagte.

Offensichtlich um zu flüchten, hat der 18-Jährige danach noch einen anderen DB-Mitarbeiter weggestoßen und ihn im Gesicht gekratzt. Einem Schlag ins Gesicht ist der DB-Mitarbeiter ausgewichen, ehe es ihm gelang den Mann zu überwältigen.

Notbremse gezogen

Ärger gab es auch noch an anderer Stelle: Kurz vor 22 Uhr zog ein 32-Jähriger aus Allach ohne ersichtlichen Grund in einer stadteinwärtsfahrenden S4 auf Höhe Pasing den Nothalt. Er wurde dabei vom Triebfahrzeugführer beobachtet. Der Mann wurde von zwei DB-Sicherheitsmitarbeitern am Bahnhof Pasing gestellt. Als diese ihn zum Ausgang bringen wollte, kratzte der Mann einen DB-Mitarbeiter am Arm, woraufhin ihn dieser mit dem Knie gegen den Bauch getreten haben soll. Beim Allacher wurden 1,76 Promille Atemalkohol gemessen.

Die Bundespolizei hat in allen drei Fällen Ermittlungen wegen Körperverletzung eingeleitet. In zwei Fällen zusätzlich wegen Erschleichen von Leistungen und einmal wegen des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen.

mm

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