Unglück am Sendlinger-Tor-Platz

Mann (29) stürzt vor einfahrende U-Bahn

München - Ein 29-Jähriger wollte auf dem Bahnsteig der U3/U6 am U-Bahnhof Sendlinger-Tor-Platz an wartenden Fahrgästen vorbeigehen. Hierbei kam er der Bahnsteigkante sehr nahe und stürzte in das Gleisbett.

In diesem Augenblick fuhr ein 56-Jähriger mit der U3 von Moosach kommend in den U-Bahnhof ein. Er bemerkte den Sturz des 29-Jährigen und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Der am Bahnsteig anwesende Verkehrsmeister rief dem 29- Jährigen zu, er solle sich in den „Sicherheitsraum“ unterhalb der Bahnsteigkante flüchten.

Der junge Mann reagierte schnell und rollte sich in den Sicherheitsraum. Einen Moment später fuhr die bremsende U-Bahn an ihm vorbei. Es kam zu keiner Berührung zwischen U-Bahn und dem 29- Jährigen. Der Verkehrsmeister schloss den Strom kurz und konnte den 29- Jährigen anschließend bergen.

Der Gestürzte brach sich bei dem Unfall den linken Ellbogen und wurde mittels Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Klinikum gebracht. Aufgrund des Ereignisses war das Gleis für 30 Minuten gesperrt. Es fielen deshalb mehrere U-Bahnzüge aus.

Der Unfall ereignete sich bereits am Mittwoch, 23.12.2015, gegen 22.50 Uhr, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Das sagt die Aktion Münchner Fahrgäste

"Wir freuen uns über das große Glück des jungen Mannes und sind dankbar für die vorbildliche Reaktion des Verkehrsmeisters", sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Dieses Ereignis zeigt aber wieder einmal, wie dringend notwendig die technische Aufrüstung des Münchner U-Bahnsystemes ist: Wir brauchen Bahnsteigtüren, die Gleisbettüberwachung und einen automatischen Fahrbetrieb zur Leistungssteigerung der bestehenden Tunnel."

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Berufung zurückgezogen: Todesfahrer muss in Haft
Berufung zurückgezogen: Todesfahrer muss in Haft
Video: Das ergaben die Ermittlungen zum OEZ-Amoklauf
Video: Das ergaben die Ermittlungen zum OEZ-Amoklauf
Sie werden nicht glauben, wer hinter diesen Fassaden lebte
Sie werden nicht glauben, wer hinter diesen Fassaden lebte

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare