Hauptbahnhof und Freiham

Stadtrat gibt Startschuss für diese großen Bauprojekte

Diese Entscheidungen werden das Gesicht unserer Stadt verändern: Bei seiner Vollversammlung hat der ­Stadtrat am Mittwoch wichtige Beschlüsse zum ­geplanten neuen Hauptbahnhof und dem Stadtviertel Freiham im Westen gefasst.

Die tz fasst zusammen, was diese Beschlüsse für die Münchner bedeuten und wann es losgehen soll mit den Mega-Bauprojekten.

Neuer Bahnhof

Viel Glas und Metall: Der Bahnhofsentwurf.

Am Mittwoch gab der Stadtrat sein Okay für die Pläne der Deutschen Bahn und des Münchner Architekturbüros Auer + Weber für den Neubau des Hauptbahnhofs. Nur bei der künftigen Verkehrsführung auf dem Bahnhofsvorplatz waren sich die Mehrheitsfraktionen CSU und SPD nicht einig – also wurde beschlossen, dass das Planungsreferat das Verkehrskonzept vertiefen soll. SPD-Planungsexperte Christian Amlong: „Ich habe keine Zweifel an dem vorgelegten Grundkonzept, das auch einen autofreien Bahnhofsvorplatz vorsieht. Der Hauptbahnhof kann mit Sicherheit über seine anderen Eingänge ausreichend ans Straßennetz angebunden werden.“ Bürgermeister Josef Schmid (CSU) meint: „Das wird nie eine Fußgängerzone, da hier Tram, Bus und Radler verkehren werden. Ein Bahnhof ist eine Verkehrsdrehscheibe, alles andere ist Illusion.“ Immerhin: Die Bahn kann weiterplanen.

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So soll der Hauptbahnhof einmal aussehen

So soll der Hauptbahnhof einmal aussehen

Neue Wohnungen

Das Neubaugebiet in Freiham.

Das neue Stadtviertel Freiham ist die letzte große zusammenhängende Fläche innerhalb der Stadtgrenze, auf der man noch bauen kann. 20.000 Menschen sollen hier einmal leben, jetzt ist die Planung einen großen Schritt vorangekommen. Der Stadtrat hat den Entwurf für den ersten Realisierungsabschnitt in Freiham Nord gebilligt. Das heißt: Jetzt wird der Bebauungsplanungsentwurf öffentlich ausgelegt – und die Bürger dürfen mitreden. Geplant sind auf einer Fläche von 85 Hektar insgesamt 4000 Wohnungen für 10.000 Menschen. Die Hälfte der Wohnungen sind gefördert nach dem München Modell. Zudem sollen 13 Kitas, drei Grundschulen, ein Gymnasium, eine Realschule und eine Förderschule entstehen. Dazu ein Sportzentrum, Begegnungszentren und viel Grün. „Der Startschuss für den Bau von 4000 neuen Wohnungen ist ein Meilenstein einer bereits lang angedachten Erweiterung im Münchner Westen, die dringend benötigte Wohnungen bereitsstellen wird“, sagt OB Dieter Reiter (SPD). Jetzt wird über die Details wie die Verkehrsanbindung diskutiert. Während die Stadtverwaltung Freiham durch die Verlängerung der Pasinger Tram erschließen will, hat die CSU die Idee, die U5 zu verlängern. Beide Parteien haben nun einen Antrag an das Planungsreferat gestellt, die geplante Anbindung per Tram oder per U-Bahn zu vergleichen. Das Verfahren wird dadurch nicht verzögert – die ersten Bewohner sollen bereits Ende 2017 in den neuen Stadtteil ziehen.

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