Verwaltung soll Konzept vorlegen 

Steht seit 20 Jahren leer: Alte Viehmarktbank „Armutszeugnis“ für die Stadt

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Soll endlich wieder genutzt werden: Die ehemalige Viehmarktbank in München.

Schon seit zwei Jahrzehnten seht mitten in München ein großes städtisches Gebäude leer. Viele halten das für einen Skandal. Jetzt wird eine sinnvolle  Nutzung der alten Viehmarktbank gefordert.

Die ehemalige Viehmarktbank auf dem Schlachthofareal soll endlich sinnvoll genutzt werden. Das fordert die FDP in einer Anfrage. 20 Jahre Leerstand seien genug, heißt es darin. Liberalen-Stadtrat Wolfgang Heubisch schimpft: „Das ist ein Armutszeugnis der städtischen Immobilienpolitik. Ein Leerstand über so lange Zeit würde bei Privaten sofort skandalisiert.“

Ein Leerstand über so lange Zeit würde bei Privaten sofort skandalisiert, sagt der vormalige Wissenschaftminister Wolfgang Heubisch (FDP).

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude Zenettistraße 17 sei inzwischen in einem miserablen Zustand und verlange nach einer sinnvollen Nutzung, sagt Heubisch. „Durch die Initiative Forum Humor und komische Kunst bietet sich nun endlich eine hervorragende und weit über München hinaus interessante Nutzung. Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes ist für die Stadt eine Verpflichtung, die Vorbildfunktion für private Bauherrn haben muss.“

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Tatsächlich wirkt die Anfrage ein wenig redundant. Die SPD hatte vor Kurzem mögliche künftige Nutzungen des Gebäudes abgefragt. Und wie unlängst berichtet, hatte auch Kabarettist Gerhard Polt den Wunsch an die Stadt herangetragen, in der ehemaligen Viehmarktbank ein Haus des Humors einrichten zu wollen.

Derzeit sind im Erdgeschoss des Gebäudes ein paar städtische Büros untergebracht. Der Rest steht wegen statischer Probleme leer. Für eine Sanierung kalkuliert die Stadt mit Kosten von bis zu 16 Millionen Euro. Polt und seine Helfer des Forums für Humor haben bereits gesammelt, im Februar war von vier Millionen Euro die Rede. Es könnten also zwischenzeitlich schon mehr geworden sein. OB Dieter Reiter (SPD) hatte gegenüber unserer Zeitung gesagt, dass die Verwaltung beauftragt sei, ein Konzept vorzulegen. „Da sind wir gespannt, was vorgeschlagen wird.“

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Ohnehin wird das Schlachthofviertel in den nächsten Jahren sein Gesicht verändern. Bis zur Spielzeit 2021/22 soll das neue Volkstheater an der Tumblingerstraße den Betrieb aufnehmen. Das gesamte 71 000 Quadratmeter große Viehhofareal wird überplant. Auch 400 bis 450 neue Wohnungen und ein großer Grünzug sollen entstehen sowie das bestehende Gewerbe integriert werden.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ludwigsvorstadt – mein Viertel“

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