Situation für Anwohner unzumutbar

"Unhaltbare Zustände": Stress im Bahnhofsviertel

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Die Kreuzung Goethe-/Landwehrstraße ist Treffpunkt für Tagelöhner.

München - Von „unhaltbaren Zuständen“ berichten Geschäftsleute und Anwohner im südlichen Bahnhofsviertel. In dem Bereich von Goethe- und Landwehrstraße kommen derzeit einige Ladenbesitzer nicht ohne eigenen Sicherheitsdienst aus.

Hauptsächlich will man die Eingänge frei von Bettlern und Tagelöhnern halten. In einem aktuellen Beschluss des Sozialausschusses heißt es, dass Kunden den Bereich meiden, weil sie sich durch die Anwesenheit von Zuwanderern verschreckt fühlten.

Laut Sozialreferentin Brigitte Meier hat sich die Situation für die Anwohner im südlichen Bahnhofsviertel nicht verbessert. Derzeit ist die Armutszuwanderung in München und anderen deutschen Großstädten stark wie nie. Oft versuchen ganze Familienverbände den unzumutbaren Lebensverhältnissen in ihrer Heimat zu entfliehen. Die meisten Menschen kommen aus Bulgarien nach München. Die Folge: Jede Menge Bettler, die oftmals auch durch aggressives und störendes Verhalten auffallen. Beratungsstellen wie die Bahnhofsmission platzen aus allen Nähten.

Die Straßenkreuzung Goethe-/Landwehrstraße ist zum Treffpunkt für Tagelöhner geworden. Hier werden meist Arbeitssuchende aus Bulgarien von Subunternehmern beispeilsweise für den Einsatz auf Baustellen angeworben. Anwohner und Geschäftsleute drängen noch stärker darauf, eine Lösung für die sich durch den „Arbeiterstrich“ auftuenden sozialen Probleme zu finden.

JOH

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