Zirkus, Frühlingsfest und Flohmarkt

Theresienwiese: Rummel (fast) wie auf der Wiesn

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Die ersten Verkäufer sind schon da! Am Samstag lockt der vielleicht größte Flohmarkt Europas wieder zehntausende Schnäppchenjäger.

München - Die Freunde des größten Volksfestes der Welt müssen zwar noch bis 19. September warten, bis OB Dieter Reiter (SPD) das nächste Oktoberfest ansticht. Aber sie können sich trösten: Auf der Theresienwiese herrscht schon ordentlich Rummel.

Kein Wunder, dass die Nachbarn immer wieder ein bissl weniger Remmidemmi und ein bissl mehr Theresienwiese fordern. Derzeit gibt’s praktisch gleich frei Feste auf einmal!

Der Circus Krone startete seine Sommer-Tournee im Herzen der Stadt. Bis Sonntag begeisterten Elefanten und Co. Das große Zelt ist am Montag gefallen. Montag luden die Arbeiter die letzten Teile auf die Brummis. Dienstagabend um 20 Uhr heißt es schon wieder: Hereinspaziert, hereinspaziert zur Premiere in Landau!

Ozapft wird – aber nur zur kleinen Wiesn: Am Freitag startet das Frühlingsfest. Schausteller und die Wirte haben fast alles fix und fertig aufgebaut.

Gleichzeitig baut die Familie Krätz das kleine (und mittlerweile einzige) Hippodrom auf. Und nicht nur die steht in den Startlöchern für das Frühlingsfest, das sich immer mehr zur kleinen Schwester der Wiesn aufbrezelt: Schon jetzt stehen Riesenrad und Mega-Rutsche fix und fertig für die ersten Gäste bereit. Aber die Bierzelt- und Dult-Fans müssen sich gedulden, bis am Freitag um 16 Uhr der Wiesn-Stadtrat Georg Schlagbauer (CSU) das erste Fass ansticht.

Im Südteil der Theresienwiese fahren auch schon wieder die ersten Verkäufer des traditionellen Riesen-Flohmarkts des Bayerischen Roten Kreuzes am Samstag vor, der als größter seiner Art in Bayern, wenn nicht in Europa gilt. Ab 7 Uhr dürfen zu Füßen der Bavaria Schnäppchen gemacht werden. Erwartet werden 2000 Austeller und 20.000 Besucher!

Vermeintliche Ruhe auf der Theresienwiese.

Und wann bekommen die Anwohner ein bissl Ruhe? Die benachbarten Bezirksausschüsse Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Sendling und Schwanthalerhöhe ärgern sich immer wieder. Zwischenzeitlich kursierten gar Gerüchte, die Theresienwiese gehöre gar nicht der Stadt, sondern sei vom König einst den Bürgern geschenkt worden. Die CSU-Stadträte Vinzenz Zöttl und Georg Schlagbauer hakten nach. Jetzt präsentiert das Kommunalreferat der Stadt darum den original notariellen Kaufvertrag von 1906! „Im Namen seiner Majestät des Königs: Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold des Königreichs Bayern Verweser haben mit allerhöchstem Signate die Veräußerung des Grundstücks an die Stadtgemeinde allergnädigst zu genehmigen geruht.“ Den Kaufpreis von 12 000 Mark hat die Stadt sofort bar bezahlt …

dac

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