Aus an jetziger Spielstätte

Bühne frei: Volkstheater soll in den Viehhof ziehen

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Startschuss: Am Viehhof soll bis 2020 das neue Volkstheater entstehen.

München - Der Stadtrat hat den Neubau des Volkstheaters am ehemaligen Viehhof beschlossen. Findet die Eröffnung im Jahr 2020 statt?

Kaum, dass die Würfel für den Konzertsaal am Ostbahnhof gefallen sind, wurde am Donnerstag im Stadtrat der Weg für das nächste große Kulturprojekt der Stadt geebnet: Der Kultur- und der Kommunalausschuss der Stadt einigten sich darauf, dass am ehemaligen Viehhof die neue Bühne für Intendant Christian Stückl und sein Ensemble entstehen soll. Bauen soll aber nicht die Stadt selbst – ein Generalunternehmer soll dafür sorgen, dass das Theater bis 2020 fertig wird und die Kosten nicht davon laufen.

Das Volkstheater muss nämlich bis 2020 seine jetzige Spielstätte an der Brienner Straße verlassen. Nur bis dahin haben Bauaufsicht und Brandschutz den Spielbetrieb in der umgebauten Turnhalle genehmigt, die dem Bayerischen Fußballverband gehört und in der sich das städtische Theater bis dahin eingemietet hat.

Darum plant die Stadt nun einen Neubau zu errichten. Als Grundstück wurde der ehemalige Viehhof an der Ecke Zenettistraße/Tumblinger Straße auserwählt.

Christan Stückl und die Stadtverwaltung haben sich auf ein detailliertes Raumprogramm festgelegt, bis auf die letzte Steckdose wurde das Projekt schon vorgeplant. Das neue Theater soll eine große Bühne mit 600 Sitzplätzen haben, einen zweiten Saal für 200 bis 250 Zuschauer sowie einen Multi-Funktionsraum.

Der Neubau wird hinter vorgehaltener Hand auf 130 bis 150 Millionen Euro taxiert. Doch offen will niemand über die Kosten reden. Zumal die Stadt mit dem Generalunternehmer einen Festpreis per Ausschreibung aushandeln will. Und der soll den Bau schlüsselfertig hinstellen. Zu viel schlechte Erfahrungen hat die Stadt zuletzt bei solchen Großprojekten gemacht. Gasteig, Kammerspiele, Deutsches Theater: Überall gerieten die Kosten außer Kontrolle!

Vor allem SPD-Fraktionschef Alexander Reissl warb für die Generalunternehmer-Lösung. Zwar wies Bürgermeister Josef Schmid (CSU) darauf hin, dass nachträgliche Änderungen teuer würden. Letztendlich wurde der Lösung jedoch einstimmig zugestimmt.

Johannes Welte

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