Machbarkeitsstudie beginnt

Alter Südfriedhof: Stadt plant weiter Museum - Anwohner fürchten Trubel

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Der Alte Südfriedhof: Die Stadt prüft Möglichkeiten für eine Ausstellung. Die Anwohner fürchten Besucherströme.

Die Stadt erarbeitet trotz Anwohnerprotesten ein Ausstellungskonzept, auch der Bezirksausschuss soll eingebunden werden.

München - Deutlich abgelehnt hatten viele Anwohner ein Museum für Trauerkultur auf dem Alten Südfriedhof. Auf der Bürgerversammlung im November stimmten sie gegen ein solches Informationszentrum. Befürchtet werden Besucherströme und zu viel Rummel auf dem Kleinod, das gleichzeitig eine der wenigen ruhigen Grünflächen der Isarvorstadt ist. Auch der Bezirksausschuss lehnt das Museum mehrheitlich ab. 

Nichtsdestotrotz gehen die Vorbereitung des Ausstellungskonzeptes und Prüfungen der Machbarkeit nun los. Damit habe der Stadtrat das Kommunalreferat beauftragt, bestätigte Peter Lippert von der städtischen Friedhofsverwaltung im Bezirksausschuss. Der Stadtrat hatte sich bereits im September in einem Grundsatzbeschluss für ein Informationszentrum zur Friedhofs- und Bestattungskultur ausgesprochen. Dem Willen der Bürger könne deshalb nicht entsprochen werden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Im Augenblick wird ausgelotet, welche baulichen Möglichkeiten in der Pestalozzistraße 62 bestehen. Dann folgt eine Machbarkeitsstudie zu den Komponenten eines Informationszentrums wie Infrastruktureinrichtungen für den Friedhof, Infothek oder Ausstellungsebene. Der Charakter des Alten Südlichen, der unter Natur- und Denkmalschutz steht, soll dabei als Erholungsraum für die benachbarte Bevölkerung erhalten werden. Allerdings, betonte Lippert, gehe es zunächst um vorbereitende Maßnahmen. Keinesfalls werde das Informationszentrum bereits umgesetzt. Vielmehr müsse sich der Stadtrat mit der inhaltlichen und gestalterischen Konzeption für das Informationszentrum erneut befassen. Der Bezirksausschuss werde über die baurechtlichen Möglichkeiten informiert und im Zuge der Machbarkeitsstudie in die Planungen eingebunden.

Lesen Sie hier: Die Isarvorstadt - Vom Arbeiterquartier zum In-Viertel

bus

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