Auch in München Verspätungen und Ausfälle

Lufthansa: Ab Montag wird gestreikt

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In München sind bereits drei Lufthansa-Flüge gestrichen worden.

München - Es wird der größte Streik bei der Lufthansa seit 13 Jahren: Wie angekündigt, legt ein Teil der über 50 000 Mitarbeiter an den deutschen Lufthansa-Standorten seine Arbeit nieder.

Auch am Flughafen München kann es zu erheblichen Behinderungen im Fernreiseverkehr kommen.

Die Gewerkschaft Verdi will vor allem die Flughäfen Frankfurt und Hamburg bestreiken. Wie sich der Arbeitskampf auf den Flugverkehr in München auswirken wird, ist noch nicht absehbar. Lufthansa-Sprecherin Claudia Lange sagte zur tz: „Da wir nicht wissen, welche Geschäftsfelder im einzelnen betroffen sind und wie hoch die Beteiligung der Angestellten ist, können wir das Ausmaß des Streiks noch nicht abschätzen.“ Zwar will die Lufthansa die Beeinträchtigungen so gering wie möglich halten, dennoch muss auch im Erdinger Moos mit zahlreichen Verspätungen und Ausfällen gerechnet werden.

Claudia Lange rät den Passagieren, sich möglichst frühzeitig über den aktuellen Stand ihrer Flugzeiten zu informieren: „Auf unserer Internetseite erfahren die Fluggäste aktuell, ob ihr Flug Verspätung hat. Außerdem haben wir eine kostenfreie Info-Hotline eingerichtet, unter der die Passagiere Auskünfte über mögliche Beeinträchtigungen bekommen.“Verdi hatte das Kabinen- und Bodenpersonal zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen, 90,7 Prozent hatten in einer Urabstimmung für den unbefristeten Streik gestimmt. Verdi fordert für die Beschäftigten am Boden und in der Kabine 9,8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr. Die Lufthansa hat 7,7 Prozent für 21 Monate angeboten.„Uns geht es darum, die Lufthansa zu treffen, nicht die Passagiere,“ betonte Gewerkschaftssprecher Harald Reutter. Schätzungen zufolge kostet ein Streiktag die Fluglinie rund fünf Millionen Euro.

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Lufthansa: Ab Montag Streik

Unterdessen kritisieren Politiker den Arbeitskampf in der Hauptreisezeit. Auch der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein hat die Lufthansa und Verdi zur Mäßigung aufgefordert. „Die Tarifautonomie ist ein hohes Gut. Ich appelliere aber an die Tarifparteien, den Konflikt nicht zu überziehen“, sagte er der Welt am Sonntag. „Gerade auch viele Arbeitnehmer und ihre Familien, die ihren wohlverdienten Urlaub bereits gebucht haben, wären die Leidtragenden.“

Christina Schmelzer

Quelle: tz

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