Luftreinhalteplan ohne Fahrverbote

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Fahrverbote sind nicht vorgesehen im neuen Luftreinhalteplan.

Fahrverbote in München sind nach Auffassung der Stadt derzeit unverhältnismäßig. Wie berichtet, haben die jüngsten Messungen ergeben, dass die Luft in München besser geworden ist.

Fahrverbote in München sind nach Auffassung der Stadt derzeit unverhältnismäßig. Wie berichtet, haben die jüngsten Messungen ergeben, dass die Luft in München besser geworden ist. Die Stickoxidbelastung, für die vor allem Dieselfahrzeuge verantwortlich sind, hat abgenommen. Damit sich der positive Trend fortsetzt, hat das Umweltreferat einen Masterplan zur Luftreinhaltung erarbeitet – ohne Fahrverbote. Vom Stadtrat wurde diese Vorgehensweise am Dienstag gebilligt.

Zu den Maßnahmen zählt unter anderem die Inbetriebnahme einer E-Buslinie auf der Prinzregentenstraße. Die Einführung weiterer E-Buslinien ist geplant. Insgesamt hat die Stadt ein Bündel von 127 Maßnahmen geschnürt. Dazu zählt unter anderem, die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel und des Radverkehrs weiter zu steigern sowie die Elektromobilität zu fördern.

Die Messstationen des Landesamtes für Umwelt befinden sich in Johanneskirchen, an der Landshuter Allee, an der Lothstraße, am Stachus und in Allach. Darüber hinaus misst die Stadt nun selbst an 20 Standorten. Dort zeigten die Jahresmittelwerte 2018 eine deutlich rückläufige Entwicklung der Stickoxid-Belastung. An 16 von 20 Standorten wurde der gesetzliche Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter eingehalten. An stark belasteten Abschnitten wie dem Mittleren Ring und der Prinzregentenstraße lagen die Messwerte hingegen bei knapp 60 Mikrogramm. Die wichtigste Botschaft für Umweltreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) ist jedoch: „Wir können Entwarnung geben für Wohngebiete.“ Jacobs sagte im Umweltausschuss, es sei die richtige Entscheidung der Stadt gewesen, selbst zu messen. Die ursprünglichen Werte von 2017 basierten auf Berechnungen des Freistaats. Der ist für die Luftreinhaltung zuständig und hatte Fahrverbote stets abgelehnt – selbst als das Verwaltungsgericht die Staatsregierung wegen der schlechten Luftwerte von 2017 dazu verdonnerte.

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