Neues Ausbildungsjahr startet diese Woche

OBI macht seine Azubis zu Filmstars

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Die neuen Azubis beim Dreh ihres Films in den Bavaria-Filmstudios. Foto rechts: Personalleiter Werner Wengert

München - Für viele Tausend junge Münchner hat am Montag die Ausbildung und damit der Ernst des Berufslebens begonnen. Die 70 neuen OBI-Azubis haben prompt einen eigenen Film gedreht.

Bei der Actionszene überschlagen sich die Jugendlichen. „Wir brauchen ’ne Explosion!“, ruft einer mit Baseball-Kappe. „Und die Handwerker kommen in Zeitlupe rein, unterlegt mit Rambo-Musik!“, brüllt ein anderer im Kapuzenpulli. Die 70 neuen OBI-Azubis sind baff: Zum Start ihrer Ausbildung drehen sie einen eigenen Film in den Bavaria-Filmstudios!

Für viele Tausend junge Münchner hat am Montag die Ausbildung und damit der Ernst des Berufslebens begonnen. Die HEV-Gruppe, Franchisenehmer von 16 OBI-Märkten im Münchner Raum (siehe rechts), setzt auf Spaß und Motivation zum Start: Seit 2008 bieten sie in ihrer Einführungswoche ein buntes Programm an – mit Schauspielunterricht für das sicherere Auftreten und eben diesem Tag im Filmstudio.

„Früher sind wir in einen Klettergarten gegangen“, erzählt Werner Wengert, Leiter des Personalmangements. „An Sport war aber nur ein Teil interessiert. Glücklicherweise haben wir dann etwas gefunden, das wirklich alle Jugendlichen heutzutage anspricht.“ Wengert stieß auf „Das filmende Klassenzimmer“, ein medienpädagogisches Projekt der Bavaria Filmstadt für junge Gruppen. Die Bavaria übernimmt alle Aufgaben von der Drehbuch-entwicklung über den Filmdreh und -schnitt bis zur Erstellung einer DVD, die die Azubis mitnehmen können.

Die Aktion kommt an: Bei den Gymnasiasten im Anzug, die ein duales BWL-Studium mit OBI-Ausbildung starten, genauso wie bei den Azubis mit der Baggy-Hose, die gerade Quali gemacht haben. Enes Akbas (15), Azubi im Freisinger OBI-Markt, wird Kameraassistent, der Azubi aus der Filiale Lerchenauer Straße, Sahin Yazgi (19), schafft’s zum Superhelden. Alle müssen zusammenarbeiten und kommen sich schnell näher.

Der Inhalt des Films selbst spielt dabei fast eine Nebenrolle: In einem Baumarkt werden Akten geklaut, die ein Superheld gemeinsam mit einer Gruppe Handwerker wiederbeschafft.

„Der Film braucht noch eine Wendung!“, erklärt Thomas Hebert von der Bavaria den Azubis. Erneut gibt’s wilde Diskussionen, dann steht das Ende des Films: Da stellt sich raus, dass der Baumarkt-chef selbst der Bösewicht ist. Er hat die Akten verschwinden lasssen, um Steuerhinterziehung zu vertuschen. Die Azubis in der ersten Reihe jubeln.

NBA

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Heute Bösewicht, bald im Baumarkt

Ich werde im Film zum Bösewicht. Das Schauspielern macht echt Spaß! Ich dachte ja, man lernt in der Einführungswoche „nur“ die Betriebe und Leiter kennen und hört Vorträge. So etwas hätte ich nicht erwartet. Ich freue mich auf die Ausbildung: Daheim repariere ich gerne und baue Möbel auf. 2012 habe ich keine Lehrstelle gefunden, aber jetzt geht’s endlich los!

Gino Obradovic (17), Azubi

Der Filmdreh motiviert uns

Dieser Tag in den Filmstudios beweist gleich, dass sich das Unternehmen für uns wirklich interessiert und sich darum kümmert, wie es uns motivieren kann. Ich glaube, es war die richtige Entscheidung, mein duales BWL-Studium hier zu machen – auch wenn ich kein großer Heimwerker bin. Theorie und Praxis sind gut kombiniert – und die Hochschule ist gleich in Erding.

Astrid Eder (18), Studentin und Azubi

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