Grusel-Atmosphäre in ehemaligem Bunker

Magische Unterwelt mitten in München

München - In einem Tiefschutzbunker am Elisenhof wartet eine einzigartige, magisch-gruselige Installation auf die Besucher. Unten ist man ganz allein und hat nur ein Smartphone dabei.

Nur 25 Minuten hat man in der Unterwelt, um so viel zu sehen, zu hören, zu erfahren, wie man nur kann. Will man erst die unheimlichen Kammern erkunden? Oder mehr über Hermes erfahren, das seltsame rosa Lebenselixier? Oder sich auf die Suche machen nach dem kleinen Mädchen, das mal traurig, mal bedrohlich in der Fassade herumspukt?

O.R.pheus ist eine großartige, einzigartige Installation. Je zwei Leute können gleichzeitig hinabsteigen in den Tiefschutzbunker neben dem Elisenhof, müssen sich aber trennen. Jeder kann nur eine Richtung wählen.

Unten ist man allein und hat nur ein Smartphone dabei: Das kann man auf schwarz-gezahnte Quadrate richten, die verstreut sind zwischen alten medizinischen Möbeln und Gerätschaften, in und um Wannen voll rosa Flüssigkeit. Auf dem Display erwacht der entsprechende Ausschnitt zu Eigenleben, mit Animationen, Texten, Musik. So kann man sich eine Geschichte zusammenpuzzeln zu diesem halbwirklichen Ort.

Die junge Münchner Künstlerin Evelyn Hriberšek hat den Bunker beim Hauptbahnhof in ein atmosphärisch dichtes Gesamtkunstwerk verwandelt. Viel Kluges steckt da drin zum Thema Endlichkeit, Schönheitswahn, Popkultur – aber es packt ganz unmittelbar. Was tun mit der begrenzten, kostbaren Lebenszeit? O.R.pheus anschauen!

T. Willmann

Bis 15.7., Tiefbunker Luisen-/Elisenstraße. Geöffnet täglich außer Mo von 13-23 Uhr. Anmeldung: Tel. 0151 / 599 77 106 (11-13 Uhr).

Wecker, Festnetz, CD: 10 Dinge, die vom Aussterben bedroht sind

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