Wie findet der OB das Bild?

Maler Prinz verewigt Ude auf Leinwand

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Christian Ude und Wolfgang M. Prinz vor dem Ölgemälde des OB

München - Christian Ude gibt’s jetzt auch in Öl. Der Münchner Künstler Wolfgang M. Prinz hat ihn für seine Serie „Bayerische Persönlichkeiten“ porträtiert. Wie findet der OB das Bild?

Am Dienstag enthüllten die beiden das Gemälde im Gasthaus Zum Franziskaner. Die Spannung unter den Anwesenden war groß. Wie wird der OB in Öl wohl aussehen? Und auch der Porträtierte selbst fieberte dem großen Moment entgegen. Er hatte vorab nur einen Schwarz-Weiß-Abzug des Bildes bekommen. „Ich hoffe, dass ich mich wiedererkenne“, scherzte Ude.

Schließlich schien er aber zufrieden mit seinem farbigen Konterfei. Besonders angetan war der OB von seinen beiden Katzen, die Prinz mit auf Bild genommen hat. „Sie sind wirklich meisterlich getroffen“, so Ude. Die Grundlage für das Bild schafften Prinz und Ude schon vor zehn Jahren. Damals saß der OB zwei Stunden lang Modell. „Ich habe mich sehr gefreut, dass Christian Ude sich von mir malen ließ“, sagt Prinz. Der OB ergänzt: „Wolfgang M. Prinz wollte mich damals eigentlich in meiner letzten Amtszeit als Oberbürgermeister zeigen. Aber dann kam ja doch noch eine hinzu.“

Erst jetzt hat der Künstler das Bild fertiggestellt. Christian Ude sitzt entspannt in seinem Amtszimmer, durch das Fenster sieht man die Türme der Frauenkirche vor dem blauen Himmel. Prinz hat sich dem Überrealismus verschrieben. „Das heißt, man erkennt den Abgebildeten sofort“, erklärte Wirte-Legende Richard Süßmeier in seiner Laudatio. Und man erkennt nicht nur den Abgebildeten. Das Bild beschreibt auch sein Umfeld. Im Regal findet sich die Buchsammlung des OB: Werke über Kabarett, 1860 und Bayern stehen da. Besondere Aufmerksamkeit schenkte Süßmeier der Krawatte, die Ude um den Hals trägt: „Das ist eine Zwanziger-Streifenkarte. Ude will seine Verbundenheit zum MVV ausdrücken.“

Viel diskutiert wurde unter den Gästen Udes Gesichtsausdruck. „Er wirkt wie einer, der alles erreicht hat. Aber der Künstler lässt die Frage offen, ob das wirklich schon alles war“, sagt Süßmeier.

Elmar Wepper, der ebenfalls schon von Prinz gemalt wurde, ergänzt: „Ude hat auf dem Bild sowas Verschmitztes in den Augen. Als ob er sagen will: Ihr werdet euch noch wundern.“ Einen kleinen Hinweis auf die Zukunft liefert Prinz aber doch. Im Hintergrund weht nicht die Münchner, sondern die bayerische Flagge.

Behalten darf Ude sein Porträt nicht: „Einen echten Prinz kann ich mir doch gar nicht leisten.“ Das Gemälde wird verkauft. Interessenten gibt es schon. Ude bekommt aber ein Duplikat.

Beate Winterer

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