Zeitung: Lampe war die Tatwaffe

Mallorca-Mord: Tochter in Todesangst

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Gisela von S. wurde von ihrem Lebensgeährten Axel H. offenbar mit einer Lampe erschlagen.

München - Gisela von S. wurde mit ihrer Nachttischlampe erschlagen. Es kommen immer mehr grausige Details ans Licht. Ihre in Kanada lebene Tochter fürchtet um ihr Leben.

Vier Tage nachdem die spanische Polizei die Leiche der attraktiven, aus München stammenden Immobilienmaklerin Gisela von S. im Garten ihrer Villa auf Mallorca entdeckt hat, werden immer mehr schreckliche Details der Bluttat bekannt, der die 66-Jährige zum Opfer fiel.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die „Baronin“, wie die Nachbarn Gisela von S. nannten, in ihrem Bett ermordet wurde. Und zwar von ihrem Lebensgefährten Dr. Axel H. (62). Der ehemalige IT-Unternehmer, der seit zehn Jahren mit Gisela von S. zusammen lebte, war am Mittwoch festgenommen worden. Am Samstag erging gegen ihn Haftbefehl wegen Totschlags.In einer ersten Vernehmung soll Axel H. zugegeben haben, dass er seine adlige Freundin mit einer Nachttischlampe getötet hat, allerdings nur aus Mitleid – weil er sie nach einem Sturz schwer verletzt vorgefunden habe. Das berichtet die spanische Zeitung Diario de Mallorca.

Laut Aussage der Guardia Civil hat Axel H. nach der Tat die Nachttischlampe in einem Container entsorgt. Außerdem soll er eine Wand im Schlafzimmer von Gisela von S. neu gestrichen haben, um Blutspuren zu übertünchen.

Nach dem Tod ihrer Mutter fürchtet nun Michaela von P. , die in Kanada lebende Tochter des Mordopfers, um ihr Leben. Die 41-Jährige, die Ende August aus Sorge um ihre Mutter eine Vermisstenanzeige aufgegegeben und eine große Suchaktion über Facebook gestartet hatte, geht davon aus, dass Axel H. einen Komplizen oder eine Komplizin hatte. Sie glaubt, dass er sich mit dem Geld der Mutter ein neues Leben aufbauen wollte.

Das letzte Kapitel dieses Mallorca-Krimis scheint noch nicht geschrieben.

tz

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