Mamma mia! Alarm wegen Ravioli-Tasche

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Wegen einer vergessenen Tasche mit Ravioli war der S-Bahnsteig am Hauptbahnhof gesperrt.

München - Schon Wieder Terror-Alarm am Hauptbahnhof: Am Sonntag waren die S-Bahnsteige zweieinhalb Stunden gesperrt – der Grund: Terror-Alarm wegen einer vergessenen Umhängetasche mit Ravioli.

Am Hauptbahnhof herrschte auch an Weihnachten Terror-Warnung. Die Bundespolizei patrouillierte in der Gleishalle und bewachte mit ihren Fahrzeugen die Zufahrten. Am Sonntag dann waren die S-Bahnsteige unter dem Hauptbahnhof zweieinhalb Stunden gesperrt – der Grund: Terror-Alarm wegen einer vergessenen Umhängetasche mit Ravioli, Mamma mia!

Um 6.57 Uhr hatte ein Tourist aus Norddeutschland das schwarze Gepäckstück aus Leder zusammen mit einer Plastiktüte am Mittelbahnsteig neben einem Papierkorb liegen lassen, als er eilig in eine S-Bahn stieg und davon fuhr. Er hatte noch mehr Gepäck dabei und war offenbar mit all seinen Habseligkeiten überfordert. Es dauerte freilich über eine Stunde, bis der Sicherheitsdienst der Bahn die verwaisten Gepäckstücke bemerkte und die Bundespolizei verständigte.

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Diese Meldung setzte dann eine ganze Reihe drastischer Vorsichtsmaßnahmen in Gang: Zunächst ordnete die Bundespolizei die Evakuierung des gesamten S-Bahnhofes an, die Züge durften allerdings weiterhin ohne Halt durchfahren. Vom Flughafen wurde ein Sprengstoff-Spezialistenteam der Bundespolizei an den Hauptbahnhof beordert, das das verdächtige Gepäckstück mit einem mobilen Röntgengerät untersuchte. Das ganz und gar unspektakuläre Ergebnis der Terror-Fahndung: Im Gepäck fanden sich Bücher, Papiere, Kosmetika und Lebensmittelkonserven – unter anderem eine Dose Ravioli, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Um 9.35 Uhr konnte die Bundespolizei den S-Bahnhof wieder freigeben, die Züge durften wieder halten.

Dies war nicht der erste Alarm dieser Art: Vergangenen Montag hatte eine herrenlose Tasche in der Schalterhalle des Hauptbahnhofs ebenfalls für Terror-Alarm gesorgt, die Halle wurde evakuiert. Doch auch hier war der Fund harmlos.

Der Alarm am Sonntag war allerdings nicht die erste Störung, die die S-Bahnfahrgäste am Sonntag zu bewältigen hatten. Eine Weichenstörung in Laim sorgte schon gegen 6.45 Uhr für Verspätungen im Netz. Bis zu eine halbe Stunde lang warteten die Fahrgäste oft im Freien frierend auf ihren Zug. Gegen 7.25 Uhr war die Störung wieder behoben. Es dauerte aber noch Stunden, bis sich der S-Bahnverkehr wieder normalisierte.

Johannes Welte

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