Na dann, Prost!

Exotische Biersorten erobern München

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Bier für Weintrinker: Zum Test der neuen Aromabiere empfehlen die Hersteller ein Weinglas.

München - Mango, Zitrone, Maracuja: exotischen Biersorten erobern München. Sommer, Sonne und ein Hauch von Frucht - dieses Bier schmeckt nach mehr als nach Hopfen, Gerste und Malz.

Dieses Bier schmeckt nach mehr als nach Hopfen, Gerste und Malz. Definitiv kein Radler oder Bier-Mixgetränk. Sondern ein reines Helles mit fruchtiger Geschmacks-Explosion.

Hergestellt haben es die Münchner Mario Hanel (29) und Timm Schnigula (31). „Unser Vorbild sind kleine Nischenbrauereien in den USA“, erklärt Schnigula. Zwei Sorten haben sie seit Jahresbeginn komponiert: Ein Pale Ale (Geschmack in Richtung Zitrone), von dem sie bereits 180 000 Flaschen verkauften und ein Indian Pale Ale (bisher 45 000 Flaschen, Mango-Maracuja-Aroma). Die Flasche kostet rund vier Euro, verkauft werden sie zum Beispiel in der Aroma Kaffeebar an der Pestalozzistraße oder am Kiosk an der Reichenbachbrücke.

Der Clou: Die neuen Aroma-Biere sind keine Mixgetränke, sondern echte Biere. Der einzige Unterschied: Bei ihnen werden die Dolden nicht schon im Sudhaus hinzugefügt, sondern erst im Lagerkeller ins quasi fertige Bier. „Beim sogenannten Hopfenstopfen bleibt viel mehr Aroma erhalten“, erklärt Braumeister Andreas Gahr (47) von der Forschungsbrauerei in St. Johann (Kreis Kelheim). Er experimentiert seit sechs Jahren mit neuen Hopfensorten und ist begeistert: „Das Bier wird komplexer, intensiver, spannender!“

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Die neuen Aromabiere entsprechen dem Reinheitsgebot und enthalten keine weiteren Aromastoffe: Das freut die experimentierfreudigen Braumeister. Etwa Erik Toft von der Schönram Brauerei im Chiemgau und Frank Müller von der Augsburger Brauerei Riegele: „Das Pale Ale ist kein Mainstream-Ding, sondern etwas für mutige Brauer!“ Na dann: Prost!

Die neuen Hopfensorten

Heuer hat die Gesellschaft für Hopfenforschung in Wolnzach vier neue Hopfensorten zugelassen. Sie sind keineswegs genetisch verändert oder behandelt, sondern allein durch Kreuzung alter Sorten entstanden, bis sich ein besonderer Geschmack ergab – nämlich Gletschereis, eine stachelbeer-weinartige Note, eine an Honigmelone erinnernde und eine mit Mandarinen-Aroma. Es müssen keine zusätzlichen Aromastoffe hinzugefügt werden – und damit bleibt das Bayerische Reinheitsgebot gewahrt.

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Susanne Sasse

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