23-Jähriger rastet aus

Mann würgt Ex-Freundin und reanimiert sie

München - Weil sie seiner Liebe keine Chance mehr gab, rastete ein Mann in der Isarvorstadt aus und würgte seine Ex-Freundin, bis sie das Bewusstsein verlor. Dann bereute er die Tat - und reanimierte die Frau.

Dass ihre Liebe keine Zukunft mehr haben sollte, damit wollte sich ein 23-Jähriger nach der Trennung von seiner Freundin nicht abfinden. Unter einem Vorwand suchte er laut Polizei am Abend des 25. Mai das persönliche Gespräch mit seiner Ex-Freundin, die ihn in ihre Wohnung in der Isarvorstadt ließ.

Plötzlich zeigte der junge Mann sein wahres Gesicht: Unvermittelt würgte er die 22-Jährige, bis diese das Bewusstsein verlor. Als würde er erst jetzt realisieren, was er da getan hat, ließ der junge Mann von der Frau ab und begann sofort mit der Reanimation. Nach kurzer Zeit kam die Münchnerin wieder zu sich.

Doch die Situation blieb kritisch: Der Mann drohte nun, sich selbst umzubringen und hielt sich auf dem Balkon eine abgebrochene Flasche an den Hals. Nur unter gutem Zureden gelang es der Frau, ihren Ex-Freund von der Selbstverletzung abzuhalten. Dieser verließ daraufhin die Wohnung - mit der Drohung, sich selbst oder doch noch seine Verflossene umzubringen.

Zwei Tage nach der schrecklichen Nacht erstattete die Frau Anzeige bei der Polizei - doch damit hatte der Spuk noch kein Ende. Während sie die Tat bei den Beamten schilderte, erhielt sie mehrere SMS des Tatverdächtigen in denen er seinen Suizid ankündigte. Ein Beamte veranlasste sofort, das Handy des 23-Jährigen zu orten um ihn von Schlimmerem abzuhalten. Die Polizisten trafen den Mann auch an - auf einer Brücke in Erding. Doch sie konnten seinen Sprung nicht mehr verhindern. Der Mann sprang und verletzte sich. Er wurde zur stationären Behandlung in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Der Ermittlungsrichter erließ gegen den Beschuldigten einen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung.

mm

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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