Mann (63) vor dem eigenen Kiosk ausgeraubt

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Der Kiosk von Georg T.

München - Georg T. (63) ist vor seinem Kiosk am Wettersteinplatz in Giesing ausgeraubt worden. Ein Unbekannter hat ihm in der Früh mit einem Pfefferspray aufgelauert - und fette Beute gemacht.

Jeden Morgen um sechs Uhr sperrt Georg T. (63) seinen Kiosk am Giesinger Wettersteinplatz auf. Seit 25 Jahren verkauft er Zeitungen, Tabak, Getränke und MVV-Fahrkarten. Nun ist der ältere Herr bereits zum zweiten Mal zum Opfer eines Überfalls geworden. Ausgeraubt – praktisch gegenüber der eigenen Ladentüre! „Mir fehlen 24 000 Euro“, sagt der schockierte Kioskbesitzer der tz.

Es passiert noch vor dem Frühstück: Georg T. ist auf dem Weg zur Filiale seiner Bank – sie liegt nicht weit vom Kiosk entfernt. Der Verkäufer möchte die Einnahmen der vergangenen Woche auf sein Konto einzahlen. Es ist noch dunkel draußen, Georg T. parkt seinen roten Toyota-Jeep wenige Meter vom Kiosk entfernt und steigt nichtsahnend aus.

Plötzlich hält ein Unbekannter mit dem Rad an der Fahrerseite – und sprüht Georg T. aus nächster Nähe Pfefferspray direkt in die Augen. „Ich war überrascht, habe niemanden in der Nähe bemerkt. Das Spray hat höllisch gebrannt, ich konnte überhaupt nichts mehr sehen“, berichtet der Kioskbesitzer. Seine Augen tränen stark, schwellen sofort an.

Georg T. verliert die Orientierung, dennoch kommt es nach Polizei-Angaben zum Gerangel zwischen den beiden Männern. Der Räuber versucht, Georg T. einen Stoffbeutel zu entreißen – da­rin transportiert der ältere Herr sein Geld. „Ich habe versucht, den Beutel mit aller Kraft festzuhalten, aber ich hatte keine Chance“, sagt das Opfer. Zu kräftig ist der Angreifer, der laut Polizei mit einer dunkelgrauen Hose und Jacke aus festem Stoff bekleidet war, dazu eine Strickmütze und eine Fahrradbrille trug.

Unter Schmerzen tastet sich Georg T. zu seinem Kiosk, wählt den Notruf. Ein Ersthelfer versorgt ihn vor Ort, später wird er von einem Augenarzt behandelt. Glück im Unglück: Der Kioskbesitzer wird nicht schwerer verletzt. Das Geld aber ist weg. „Mein Schwiegersohn hat den Kiosk später geöffnet“, sagt Georg T.

Bereits im September 2010 war er vor dem Kiosk ausgeraubt worden. Wie damals erstattet er Anzeige – hofft, dass beide Täter gefasst werden. Und gibt nicht auf: „Morgen komme ich wieder zur Arbeit.“

tz

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