Fälle häufen sich offenbar

Mann (81) irrt stundenlang hilflos durch Pasing

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Die Fälle von orientierungslosen älteren Menschen, die durch München irren, scheinen zuzunehmen.

München - Die Fälle häufen sich scheinbar in München: Die Bundespolizei hat gleich mehrere verwirrte ältere Menschen in den vergangenen Tagen aufgegriffen. Einer davon ein 81-Jähriger, der stundenlang durch Pasing irrte.

Der 81-Jährige war am Montag gegen 18 Uhr am Pasinger Bahnhof unterwegs und wirkte verwirrt, weshalb Sicherheitsmitarbeiter der Bahn die Bundespolizei zu Hilfe riefen. Im Gespräch mit den Beamten erinnerte der Senior sich schließlich an seine Adresse und erzählte, dass er mehrere Stunden durch Pasing geirrt sei. Die Polizisten brachten den Münchner nach Hause und verständigten dessen Bruder.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich eine halbe Stunde später am Ostbahnhof. Eine 93-jährige Frau kam dort mit dem Bus an und wirkte orientierungslos. Die Beamten ermittelten, dass die Frau in einer Münchner Senioreneinrichtung untergebracht ist. Die Bundespolizisten brachten sie zurück.

Am Tag darauf trafen die Bundespolizisten am Ostbahnhof eine 83-jährige, hilflose Frau an. Sanitäter untersuchten sie, hatten aber keine gesundheitlichen Bedenken. Mit dem Taxi wurde die Frau in ihr Altenheim zurückgebracht.

Das können Angehörige tun

Angehörige können die Zuordnung von Verwandten, die an Demenz leiden, vereinfachen, indem sie eine Telefonnummer in die Kleidung einnähen. Hilfreich ist auch ein entsprechender Hinweis auf einem Halskettenanhänger oder auf einem Armband.

Auf die Angabe der Adresse sollte hingegen verzichtet werden, damit Straftäter die Hilflosigkeit der Person nicht ausnutzen können.

Es empfiehlt sich zudem, mehrere aktuelle Fotos der erkrankten Person bereitzuhalten. Angehörige sollten sich darüber hinaus stets die Art und Farbe der aktuellen Bekleidung merken.

Weitere wertvolle Tipps und Informationen für Angehörige von demenziell erkrankten Menschen finden Sie beim Bundesministerium für Gesundheit.

kg

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