Täter nun wohl gefasst

Mann belästigt 18-Jährige am Hauptbahnhof: Wochen später begegnet er ihr wieder - mit Folgen

Erst wurde sie am Hauptbahnhof sexuell belästigt - dann traf eine 18-Jährige in der S-Bahn den mutmaßlichen Übeltäter wieder. Diesmal konnte der Verdächtige festgehalten werden.

München - Keine schöne Begegnung: Eine 18-jährige Bahnmitarbeiterin aus dem Landkreis München stand am Donnerstag in der S-Bahn einen Mann gegenüber, der sie offenbar bereits im Juni sexuell belästigt hatte. Immerhin gab es eine Art glückliches Ende der Geschichte: Mit Hilfe von Fahrkartenkontrolleuren konnte die junge Frau den Angreifer diesmal in Obhut der Polizei bringen, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte.

Begonnen hatte die unangenehme Geschichte bereits am 14. Juni. Damals war die 18-Jährige aus Taufkirchen im S-Bahn-Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs von dem 20 Jahre alten mutmaßlichen Übeltäter nach Angaben der Polizei zunächst „lüstern angestarrt“ worden. Wenig später näherte sich der Münchner der  jungen Frau, die in Bahn-Uniform unterwegs war, und stellte ihr eine Frage zur S-Bahn.

Übeltäter belästigte junge Bahnmitarbeiterin und griff an seine Geschlechtsteil

Als die 18-Jährige zurückwich setzte der Mann nach: Er starrte ihr auf die Brust und forderte sie auf, „ihre Knöpfe zu öffnen“ - dabei griff er an sein Geschlechtsteil. Als die Frau sich lautstark beschwerte, entfernte sich der Mann zunächst, folgte ihr dann aber mit der Hand an der Hose bis zum Treppenabgang und beschimpfte sie nach Polizeiangaben auf Türkisch. 

Als die 18-Jährige die Treppe wieder herauf kam, war der Mann immer noch in Sichtweite - erst als sie zufällig einen Arbeitskollegen traf, entfernte er sich.

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Wenig später erstatte das Opfer der Belästigung Anzeige bei der Bundespolizei. Videoaufzeichnungen hätten ihre Angaben bestätigt, heißt es.

Wiedersehen in der S-Bahn - Kontrolleure bringen Verdächtigen zur Bundespolizei

Am Donnerstag war die junge Frau schließlich in der S-Bahn vom Hirschgarten stadteinwärts unterwegs. Bei einer Fahrkartenkontrolle fiel ihr der mutmaßliche Täter wieder auf. Sie bat die Kontrolleure, den Mann mit zur Bundespolizei zu nehmen - sie habe ihn an seinem Gesicht und seiner Kleidung erkannt.

Der 20-Jährige wollte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Dann unterlief ihm aber offenbar ein möglicherweise entlarvender Fehler: Als er über seine Rechte belehrt wurde, erklärte er, er habe am Tattag eine andere Hose getragen.

Gegen den Mann wird nun wegen sexueller Belästigung, Nötigung und Beleidigung ermittelt.

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fn

Rubriklistenbild: © Alexandra Stolze/Bundespolizei

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