Angeklagter mit hochrotem Kopf

Mann präsentiert "bestes Stück" in der Isar: Prozess

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Wollte keine Öffentlichkeit: Exhibitionist Michael M.

München - Ein Nackter in der Isar erregt gewöhnlich kein großes Aufsehen. Michael M. (54) schaffte es dennoch: Der Mann sorgte beim Baden durch eindeutige Gesten und Handlungen für Ärger. Jetzt kam es zum Prozess.

Ein Nackter in der Isar erregt gewöhnlich kein großes Aufsehen. Michael M. (54) schaffte es dennoch: Am 22. Juli 2013 stand er bei der Marienklausenbrücke im knietiefen Wasser und präsentierte sein bestes Stück (inklusive eindeutiger Bewegungen) in alle Richtungen. Am Montag legte der Exhibitionist vor Gericht ein Geständnis ab. Mit hochrotem Kopf – denn im Sitzungssaal saß eine komplette Schulklasse.

Auf sage und schreibe 26 Vorstrafen bringt es der gebürtige Österreicher, wobei er so ziemlich das ganze Strafgesetzbuch durchgeackert hat. 2011 wurde er zuletzt wegen einer Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt – das Damoklesschwert einer Haft schwebt deshalb noch über ihm.

Allerdings: Eine Sexualtat hatte Michael M. bis vergangenen Juli noch nicht im Bundeszentralregister. Der arbeitslose Kfz-Mechaniker gab sich bei seinem öffentlichen Sex-Auftritt Mühe, von der Brücke und vom Ufer aus Aufmerksamkeit zu erregen. „Er drehte sich in alle Richtungen“, so der Staatsanwalt.Eine Mutter zog ihre Kinder außer Sichtweite, Passanten alarmierten die Polizei.

M.s Verteidigerin Julia Weinmann beantragte gestern den Ausschluss der Öffentlichkeit. Angesichts feixender Schüler wollte ihr Mandant nicht über die Sache reden. Das war schließlich auch gar nicht mehr nötig, denn es wurde ein Deal vereinbart. Für ein volles Gestänsnis gab es vier Monate Haft auf Bewährung. Die Auflage: Michael M. muss seine Alkoholtherapie fortsetzen.

Ebu.

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