Messer "vorsichtshalber" dabei

Mann sticht auf Ex-Freund der Geliebten ein

München - Er ertrug es nicht, dass seine Geliebte sich mit ihrem Ex-Freund traf. Daher attackierte ein Mann seine Konkurrenz mit einem Messer. Vor Gericht hatte der Angeklagte eine Erklärung für seine Tat.

Ein junger Mann hat vor dem Münchner Landgericht einen Messerangriff auf einen vermeintlichen Nebenbuhler zugegeben. Der andere habe jedoch angefangen, verteidigte sich der Angeklagte am Mittwoch. Die Anklage lautet auf versuchten Mord. „Er hat mich geschlagen“, sagte der 20-Jährige vor der Jugendstrafkammer. Da habe er das Messer, das er „vorsichtshalber“ dabei gehabt habe, heraus genommen, aber „nicht mit voller Kraft zugestochen“.

Der Staatsanwaltschaft zufolge war der junge Mann wütend, weil seine Geliebte sich mit ihrem früheren Freund noch gut verstand und ihn gelegentlich traf. Der Angeklagte habe seinen elf Jahre älteren Vorgänger aufgefordert, das Mädchen künftig zu meiden. Bei einem Treffen zwischen den Männern im April 2013 habe der Angeklagte den Anderen bei einer Rangelei mit dem Messer angegriffen und am Schulterblatt verletzt.

Nur das Eingreifen eines Anwohners hat den 20-Jährigen laut Anklage gehindert, erneut zuzustechen. Der junge Mann flüchtete und warf die Waffe in einen Papierkorb. Er stellte sich später freiwillig der Polizei.

dpa

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