Versuchter Mord aus Eifersucht: Kind (3) sah zu

München - Wegen versuchten Mordes an seiner Frau aus Eifersucht muss sich seit diesem Mittwoch ein 37-jähriger Mann vor dem Münchner Landgericht verantworten.

Vor den Augen seines dreijährigen Sohnes soll er laut Anklage am 13. Juni 2011 seine sechs Jahre jüngere Frau gewürgt und ihr ein Kissen auf das Gesicht gedrückt haben. Zuvor soll er zu dem Kind gesagt haben: “Verabschiede dich von deiner Mutter, ich bringe sie jetzt um.“ Der Angeklagte hat die Vorwürfe zum Prozessauftakt abgestritten.

Die junge Frau konnte nach dem Angriff in der Wohnung in Olching (Kreis Fürstenfeldbruck) telefonisch ihre Angehörigen rufen. Ihr Bruder habe seinen Schwager zunächst beruhigen und das Kind in Sicherheit bringen können. Danach soll der Angeklagte aber die Wohnungstür mit der Drohung versperrt haben, es sei der Todestag seiner Frau. Er sei dann mit einem Messer auf die 30-Jährige losgegangen. Ihre Schwester habe sich schützend über sie geworfen und der Bruder habe den Angreifer schließlich überwältigen können. Auch diese Schilderung hat der Angeklagte bestritten.

Ein erster Prozess gegen den Reinigungsarbeiter war im Dezember 2011 ausgesetzt worden. Statt gefährlicher Körperverletzung komme auch ein versuchtes Tötungsdelikt in Betracht, begründete die Kammer die Verweisung des Falles ans Landgericht - gestützt auf die Aussagen von Bruder und Schwester des Opfers.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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