Mann will Ex-Frau erschießen - Freund eilt zur Hilfe

München - Ein 36-Jähriger hat seine Ex-Frau in seine Wohnung gelockt und dann per SMS Familie und Freunden gedroht, sie zu erschießen. Daraufhin eilte der 23-Jährigen ein Freund zur Hilfe - und bekam einen Schuss ab.

Der 36-Jährige hatte eine seiner Ex-Frauen am zweiten Weihnachtsfeiertag unter dem Vorwand, sie müsse noch Briefe abholen, in seine Wohnung in Freimann gelockt. Dort hielt er sie zwei Stunden lang fest und informierte die Familie und Freunde, dass er die 23-Jährige und sich selbst erschießen wolle.

Mehrere Familienmitglieder und Freunde eilten der jungen Frau daraufhin zur Hilfe. Einem 46 Jahre altem Freund gelang es schließlich, die Wohnungstüre aufzudrücken. Die beiden Männer gingen aufeinander los. Plötzlich fiel ein Schuss. Der 46-Jährige wurde am Bein verletzt. Dennoch gelang es ihm gemeinsam mit einem weiteren Bekannten, den bewaffneten 36-Jährigen zu überwältigen.

Doch der Täter konnte flüchten. Er kam bei Bekannten unter, von wo aus er die Polizei verständigte. Die Beamten konnten den 36-Jährigen widerstandslos festnehmen. Noch in der Nacht übernahm die Mordkommission die Ermittlungen. In der Tatwohnung konnte dabei unter anderem die Pistole sichergestellt werden. Der mutmaßliche Täter besitzt keinen Waffenschein.

Der Haftrichter erließ am Dienstag Haftbefehl gegen den 36-Jährigen. Derzeit werden noch mehrere Personen zu dem Vorfall vernommen. Weitere Details kann die Polizei zu diesem Zeitpunkt deshalb nicht bekannt geben.

mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

auch interessant

Meistgelesen

Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion