"Keine Veranlassung" für weitere Maßnahmen

Marco F. kam mit der Mutter zur Beratung 

München - Nein, ganz beratungsresistent ist Marco F. vor dem Mord in Obersendling offenbar nicht gewesen. Die Behörden haben daher keinen Anlass für weitere Zwangsmaßnahmen gesehen.

Der Täter hat doch nicht alle Beratungen abgelehnt. Münchens Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD) hat gestern die Akten der Stadt in Sachen Marco F. geprüft. Der Jugendbeamte der Münchner Polizei habe den Vorfall mit dem Waffenkauf am 27. September dem Jugendamt gemeldet. Da der erwachsene F. zunächst nicht auf einen Brief reagierte, hat sich am 31. Oktober eine interne Runde mit dem Fall nach Aktenlage befasst. Daraufhin hat ihn das Sozialbürgerhaus eingeladen – und am 19. November tauchte F. auf. „Er ist mit seiner Mutter erschienen und hat eine Beratung bekommen und auch angenommen. Außerdem haben wir weitere Unterstützung angeboten“, sagt Meier der tz.

Der junge Mann zeigt sich einsichtig, die Mutter kümmert sich – darum kontrollierte die Behörde den Fall nicht nach. „Sie haben die Beratung angenommen. Für eine Zwangsmaßnahme gab es keine Veranlassung“, sagt Meier. „Wir haben viele junge Erwachsene mit Auffälligkeiten. Für eine zwangsweise Unterbringung in der Psychiatrie gibt es hohe Hürden.“

DAC

Rubriklistenbild: © fkn

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